Zahlen, Daten & Fakten

Die Stadt und die Burg Amöneburg (zum keltischen Namen "Amana" der Ohm) liegen wenige Kilometer östlich von Marburg in Hessen auf und an dem 365 m hohen gleichnamigen Berg.

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Fläche: 43,95 km²
Einwohner: 5.318 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Höhe: bis 365 m ü. NN
Postleitzahl: 35287
Vorwahl: 06422 (Amöneburg)/06424 (Roßdorf)/06429 (Mardorf, Erfurtshausen, Rüdigheim)
Geografische Lage: 50° 48' n. Br.
08° 54' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: MR
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 001
Gliederung des
Stadtgebiets:
5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schulgasse 1
35287 Amöneburg
Offizielle Website: www.amoeneburg.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung
@amoeneburg.de
Politik
Bürgermeister: Michael Richter-Plettenberg


Geografische Lage

Durch das Stadtgebiet fließt die Ohm, die hier das Amöneburger Becken durchquert.

Geologie

Der Berg, auf dem die Amöneburg liegt, ist eine Basaltkuppel, die vor etwa 8 Mio. Jahren entstanden ist und zu einer Reihe kleinerer vulkanischer Schlote gehört, die vermutlich Ausläufer des Vogelsberg sind.

Hier, wie bei den meisten Vulkanen dieser Art, wurde nur untergeordnet Basaltlava gefördert. Häufig begann die vulkanische Tätigkeit mit Gasexplosionen und Erzeugung pyroklastischen Materials. Erst nach diesem Ausstoss floss die Basaltlava aus.

An der steilen Ostwand des Berges findet man meterlange Basaltsäulen. Das sind sechseckige Prismen, die sich bilden, wenn das frisch erstarrte Vulkangestein beim weiteren Abkühlen schrumpft.

 

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht Amöneburg aus den Stadtteilen Erfurtshausen, Mardorf, Roßdorf und Rüdigheim.


Geschichte

Bodenfunde belegen, dass das Gebiet schon in der jüngeren Steinzeit besiedelt war. In der keltischen Zeit wird eine Stadtsiedlung (oppidum) vermutet. Zur Zeit der Merowinger soll hier eine Festung gebaut worden sein.

Im Jahre 721 fühlte sich Bonifatius dazu berufen, die Bevölkerung in und um die Amöneburg von ihrer heidnisch-christlichen Glaubensmixtur zu befreien. Sein erstes Domizil nahm er in der fränkischen Festung Amöneburg. Sichtbarer Ausdruck seiner Missionsarbeit war die Errichtung eines kleinen Klosters und einer Kirche innerhalb der Burganlage.

Am Anfang des 12. Jahrhunderts gehörten große Teile Hessens zu Thüringen. Die thüringischen Gebiete waren allerdings so weit verstreut, dass dazwischen häufig Ländereien des Erzbistums Mainz und seiner Vasallen lagen. Dazu gehörte auch der Sprengel Amöneburg bis zum Jahr 1803.

Wüstungen

Brück; Brunsfort; Gerende; Heuchelheim; Lindau; Radenhausen; Wanehusen

Politik

Die Stadtverordnetenversammlung Amöneburg zählt 31 Stadtverordnete. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 26. März 2006 wie folgt dar:

CDU  : 14 Sitze
SPD  : 7 Sitze
FWG  : 6 Sitze
AWG : 4 Sitz

Der Magistrat besteht aus 10 Stadträten und dem Bürgermeister. Davon entfallen 5 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD, 2 Sitze auf die FWG und ein Sitz auf die AWG. Die nächste Kommunalwahl findet am 26. März 2006 statt.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl traten 5 Kandidaten an, von denen keiner eine absolute Mehrheit erringen konnten, sodass am 17.07.2005 eine Stichwahl zwischen Freddy Greib und Michael Richter-Plettenberg stattfand, aus der Michael Richter-Plettenberg mit 58,80% als Sieger hervorging. Richter-Plettenberg trat zwar als unabhängier Kandidat an, gehört aber der SPD an, sodass in der CDU-Hochburg Amöneburg erstmals ein SPD-Mann als Bürgermeister regiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Von der im 12. Jahrhundert auf der Bergspitze angelegten Burg sind nach ihrer Zerstörung 1646 und 1792 heute nur noch Reste von Wohnbauten und Teile der Ringmauer mit Flankentürmen zu sehen.

Die benachbarte Kirche ist eine neugotische Basilika. An ihrer Nordseite steht der gedrungene Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert mit barocker Haube.

Der rechteckige Marktplatz des Ortes Amöneburg wurde in dieser Form im 18. Jahrhundert angelegt. Sehenswert ist außerdem der 'Mainzer Hof' mit Scheune und Herrenhaus am Lindauer Tor.

Ein Spaziergang um die Bergkuppe entlang der größtenteils erhaltenen Stadtmauer bietet eine umfassende Rundsicht auf das Umland.

Am südöstlichen Fuß des Felsens liegt die 'Brückermühle' mit alter steinerner Ohmbrücke, die ein historisch wichtiger Straßenübergang war. Bekannt wurde sie durch das Gefecht der Hessen und Braunschweiger gegen die Franzosen im Jahr 1762, an das ein barocker Obelisk erinnert.

(überwiegend aus: www.wikipedia, die Internetenzoklopädie)