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Kreis und Ostkreiskommunen eröffnen Denkmalagentur, Baudenkmäler erhalten und wieder nutzbar machen


Umgebung und ganze Straßenbereiche ihre Gemeinsam mit den Städten Amöneburg, Kirchhain, Neustadt, Rauschenberg, Stadtallendorf und der Gemeinde Wohratal hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Idee einer Denkmalagentur entwickelt. Mit der offiziellen Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung über die Zusammenarbeit am Tag des offenen Denkmals 2017 im Samtbau der Burg Schweinsberg kann das Konzept nun in die Umsetzung gehen.
Für die Stadt Amöneburg unterzeichneten Erster Stadtrat Bernd Riehl und Bürgermeister Michael Plettenberg die Vereinbarung.

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es über 6.000 Kulturdenkmäler. Dörfer, Städte und Ortsbilder der Region sind von diesen Denkmälern entscheidend geprägt. Im Zuge des demografischen Wandels zeigt sich in vielen dieser Dörfer und Ortsteile, zunehmend auch in den Kernbereichen von Klein- und Mittelstädten, leider der Verfall ortsbildprägender, häufig denkmalgeschützter Bausubstanz. Durch die Leerstände und den im Laufe der Zeit fortschreitenden Verfall der Gebäude verlören Attraktivität und Atmosphäre.
Vor diesem Hintergrund haben die Beteiligten das Konzept einer Denkmalagentur auf den Weg gebracht, um den Eigentümern der Baudenkmäler eine Hilfestellung anzubieten. Den Löwenanteil der Kosten trägt der Landkreis der für die ersten zwei Jahre entsprechende Finanzmittel bereit gestellt hat.


"Viele Besitzer empfinden ein denkmalgeschütztes Objekt mehr als Last", konstatiert Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow. Die, weil oft große Ängste vor den Kosten und den fachlichen Herausforderungen bestünden und Nutzung und Vermarktungschancen pessimistisch eingeschätzt würden. Demgegenüber seien Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten wenig bekannt und kreative Ansätze zu intelligenten und auch finanziell attraktiven Nutzungskonzepten noch nicht breit verbreitet. Die Denkmalagentur soll dazu beitragen, diese Chancen aufzuzeigen und Menschen motivieren, Sanierung und ggf. Vermarktung des Denkmals in Angriff zu nehmen.

Die Denkmalagentur soll Eigentümer und Investoren beraten, Akteure im Bereich des Denkmalschutzes vernetzen, vorhandenes Wissen vermitteln, innovative Nutzungs- und Vermarktungsstrategien entwickeln und unterstützen sowie Wege der Förderung und Finanzierung aufzeigen. Diese Beratung soll Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden motivieren, aktivieren und überzeugen, dass eine Sanierung ihres Gebäudes möglich und umsetzbar ist.

Der Fachbereich Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Kassel (Prof. Dr. Hahne) hatte zuvor im Auftrag des Landkreises Marburg-Biedenkopf zunächst eine Machbarkeitsstudie zur Realisierung einer solchen Denkmalagentur erstellt und nicht nur die Notwendigkeit sondern auch die grundlegende Machbarkeit einer Denkmalagentur dargelegt.

Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern der beteiligten Kommunen und des für den Denkmalschutz zuständigen Fachbereichs der Kreisverwaltung, koordiniert die Arbeit der Denkmalagentur. Die beteiligten Kommunen werden zunächst jeweils drei Objekte nennen, um die sich die Denkmalagentur ganz besonders kümmern soll. Die Steuerungsgruppe kann
in Einzelfällen auch eine andere Anzahl an Objekten zulassen.

Die Denkmalagentur wird dann die Eigentümer der benannten Objekte gezielt ansprechen und beraten. Dieser Service ist für die Eigentümer in den teilnehmenden Kommunen kostenlos.

Das Konzept der Denkmalagentur geht in die gleiche Zielrichtung wie die aktuelle Förderrichtlinie der Stadt Amöneburg für die Altortslagen, die seit Anfang 2017 den Schwerpunkt auf die fachliche Beratung legt und dafür Beratungsschecks ausstellt.






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