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Stadt Amöneburg
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Der Amöneburger Steinbruch als Fläche für die Natur


Nachdem Ende November 2016 die geänderte Rekultivierungsplanung genehmigt worden ist, ist derzeit für Außenstehende am augenfälligsten, dass je nach Witterung erheblicher Anlieferungsverkehr in die Erddeponie stattfindet.

Dies ist auch notwendig, denn bis Jahresende sollen weit mehr als 100.000 Kubikmeter an geeignetem unbelastetem Boden fachgerecht dort eingebaut werden. Das von der Stadt damit beauftragte Erdbauunternehmen Volker Kais aus der Wetterau macht das mit Fachkunde und Akribie. Hin und wieder gibt es Beschwerden wegen Verschmutzungen der Kreisstraße 30 unterhalb des Steinbruchs, die durch ein beauftragtes Lohnunternehmen sehr zeitnah beseitigt werden.

Der Einbau des Materials wird der Stadt Amöneburg gegenüber der früheren Planung, die keinerlei mehrwertbringende Nachnutzung vorsah, erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen. Allein in diesem Jahr soll das Projekt trotz der erforderlichen Planungskosten einen Überschuss von mehr als 180.000 € für den städtischen Haushalt abwerfen.

Nicht so augenfällig ist, dass sich aktuell bereits eine umfangreiche Naturschutzmaßnahme in der Umsetzung befindet. Am Rand der Projektfläche befindet sich eine bereits fertig rekultivierte Fläche mit schönen Steilhängen und angelegten Pfaden, die mehr als zwei Hektar groß ist. Diese Fläche wird in Kürze mit einem festen elektrischen Weidezaun abgegrenzt, eine Leistung die an einen örtlichen Landmaschinenbetrieb vergeben worden ist. Sobald dieser Zaun errichtet ist, wird Herr Klaus Erber, der bereits seit 2008 an der Wenigenburg in Kooperation mit der Stadt das erfolgreiche Ziegenprojekt durchführt, auch dort mit seinen Tieren einziehen. Geplant ist eine ganzjährige Beweidung mit Ziegen und Schafen, und nach Bedarf auch mit Eeseln.
Damit wird der Einsatz von Menschenhand zur Pflege dieser Flächen überflüssig, und Fauna und Flora können sich ungestört entwickeln. Zudem sollen die sogenanten Ersatzhabitate für Zauneidechsen und Kammolche dadurch unterhalten und gepflegt werden. Alle Maßnahmen werden unter anderem umfangreich baubiologisch begleitet.

Durch den Weidezaun wird die Fläche vom übrigen Projektbereich gegen unbefugtes Betreten abgegrenzt. Später sollen gezielte naturschutzfachliche Führungen und Exkursionen, auch zu der dort vorhandenen Basaltschlucht, erfolgen.






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