Exkursion am “Tag des offenen Denkmals“ hatte zahlreiche Teilnehmer
(15.09.2009)
An
der von der Leitung des Amöneburger Museums angebotenen Exkursion unter dem
Titel “Geologische Besonderheiten des Umlandes“ nahmen insgesamt 26 Personen
teil, die aus unterschiedlichen Orten Hessens angereist waren. Die Route führte
um 13. 00 Uhr vom Treffpunkt an der Brücker Mühle in einem Autokorso zunächst
zum sogenannten Felsenmeer östlich von Nieder-Ofleiden, wo die Teilnehmer die
mehrere Meter dicken Sandsteinfelsen bestaunen konnten und über die Entstehung
dieses Naturdenkmals informiert wurden.
Von dort führte die Route weiter über Stadtallendorf -
Neustadt nach Momberg zur ehemaligen Kalkgrube, in der bis zum Jahre 1952 Muschelkalk abgebaut, gebrannt und als Düngerkalk vertrieben wurde. Neben den Resten der ehemaligen Ofenstandorte wurde hier insbesondere ein Erdfall im Wiesengelände nördlich der Grube besichtigt, in dessen Einsturzloch das Gerinne eines Zulaufgrabens unterirdisch versickert. Trotz mehrfacher Untersuchungen konnte bis heute nicht festgestellt werden, wo das Rinnsal wieder nach außen tritt.Weitere Besichtigungspunkte waren die mächtigen Muschelkalkbänke südöstlich von Winterscheid sowie diejenigen auf der “Hohen Warte“ an der B3 nördlich des Dorfes, die an beiden Stellen als verkippte Schollen sichtbar sind. Hier erhielten die Teilnehmer nicht nur einen Einblick in die erdgeschichtlichen Zusammenhänge, sondern konnten auch einzelnen Versteinerungen entdecken, was naturgemäß zu weiterer Suche ermunterte.
Letzter Besichtigungspunkt war die neu ausgehobene Kiesgrube nordöstlich von Niederwald mit den dort sichtbaren Schichtungen, die vor mehreren Millionen Jahren durch die Flüsse
- insbesondere der Lahn - hier eingespült und abgelagert wurden. Nicht zuletzt wurden die in der Grube entdeckten und freigelegten Relikte eines vorgeschichtlichen Brückenübergangs und Siedlungsspuren aus der Zeit der Kelten vorgestellt.Zu allen Besichtigungspunkten war entsprechendes Informationsmaterial in Bild und Text vorbereitet. Die Exkursion endete gegen 17. 15 Uhr, kurz bevor ein Landregen einsetzte.