Region MarburgPLUS geht an den Start (23.10.2009)
Nachdem sich die Kommunen Amöneburg, Cölbe, Lahntal, Marburg, Münchhausen, Weimar und Wetter im Frühsommer auf den Text einer Vereinbarung „Region MarburgPLUS“ für eine gemeinsame Entwicklung Ihrer Gewerbeflächen geeinigt hatten, fand in den Folgewochen die Information der jeweiligen städtischen Gremien über den Text der Vereinbarung statt. Bedingt durch die Sommerferien kam es zu der einen oder anderen Verzögerung bis schließlich die Zustimmung der Gremien der genannten Städte und Gemeinden vorlag. Am 22. Oktober 2009 erfolgt jetzt die Unterzeichnung der Vereinbarung für die gemeinsame Gewerbeflächenentwicklung, die in dieser konkreten Ausformung bundesweit bisher kaum zu finden ist.
Ziel
der neuen Vereinbarung ist es, in einem zusammenwachsenden Europa, das sehr
stark vom Regionalgedanken geprägt ist, als gemeinsamer Wirtschaftsraum sichtbar
zu werden. Dabei ziehen sowohl das Oberzentrum Marburg als auch die beteiligten
Städte und Gemeinden Nutzen aus der engen Zusammenarbeit, denn durch die
Vergrößerung der kritischen Masse werden alle Beteiligten im europaweiten
Wettbewerb als Teile einer kooperierenden Region wahrgenommen.
Schwerpunkte der Zusammenarbeit werden sein:
Dokumentation des Bestandes an Gewerbe- und
Industrieflächen in den beteiligten Kommunen
Gegenseitige Information bei Neuausweisung solcher Flächen
Abstimmung untereinander in Planverfahren beispielsweise
gegenüber der Regionalplanung
Austausch von Informationen über Verkaufsverhandlungen bei Gewerbegrundstücken
Gemeinsame Vermarktungsaktivitäten
Es kommt den Beteiligten darauf an, bei allen Aktivitäten sehr pragmatisch zusammenzuarbeiten und komplexe, schwerfällige Strukturen, wie sie aus anderswo beabsichtigten, aber noch nicht umgesetzten Projekten bekannt sind, von Beginn an zu vermeiden. Die Zusammenarbeit wird gesteuert von den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen bzw. dem Oberbürgermeister. Die Vereinbarung ist sowohl für eine thematische Ausweitung und Intensivierung offen als auch für den späteren Beitritt weiterer Gemeinden.
Im ersten Jahr wird der Amöneburger Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg als Sprecher der Lenkungsgruppe fungieren, die bereits zum ersten Mal getagt hat. Dabei wurden die ersten Schritte besprochen. Ale Beteiligten sind sich einig, dass man schnell erste Ergebnisse vorweisen möchte, und ist zuversichtoich, dass das gelingen kann.