Dorfentwicklung für die Stadt amöneburg: Ergebnisse der Konzeptphase vorgestellt
Nach ziemlich genau einem Jahr Arbeit und insgesamt sieben Sitzungen in der Steuerungsgruppe für das Dorfentwicklungskonzept (IKEK), hat das beauftragt Fachbüro Umbau Stadt aus Frankfurt in der letzen Woche die erarbeiteten Ergebnisse öffentlich vorgestellt.
Trotz Valentinstag und Champions-Leaque Spiel des FC Bayern fanden viele interessierte Bürgerinnen und Bürger den Weg in das Bürgerhaus nach Mardorf. Zusätzlich nahmen einige Personen am Livestream im Internet teil.
Martin Fladt und Julia Reuter von Umbau Stadt stellten, nach einer Begrüßung und Einführung durch Bürgermeister Michael Plettenberg, der gemeinsam mit Dr. Annette Schick und Patrick Ludes als Sprecher der Steuerungsgruppe fungiert, in einem kurzen Impulsvortrag die durchgeführte Konzeptphase vor.
Der Schwerpunkt des Abends sollte auf den gefundenen Ergebnissen liegen und die Besucher:innen nicht mit zu viel theoretischem Hintergrund langweilen. Deshalb war im Bürgerhaus eine Ausstellung mit Plakaten aufgebaut, die über mehr als dreißig Projekte präsentierte, die vom Fachbüro aus der Bestandsanalyse, der SWOT-Analyse, und den identifizierten Handlungsfeldern abgeleitet worden waren.
Da nicht alle Projektideen gleichermaßen wichtig und dringlich sind, wurden sie in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe in die Prioritäten 1 bis 3 eingestuft.
Danach gab es die Möglichkeit für einen Rundgang. Die Anwesenden hatten die Möglichkeit sich über alle Projekte zu informieren und über aufgeklebte Karten ein Feedback dazu zu geben, in dem sie ihre Meinung zu den Projektideen kundtun konnten.
Davon wurde rege Geruch gemacht und es entstand eine lebhafte Diskussion an den Plakaten der Ausstellung. Das Büro UmbauStadt, das die Idee für diese Methode hatte, versprach die Kommentare auszuwerten und entstandene Tendenzen bei der Ausarbeitung des IKEK zu berücksichtigen.
Danach war das für diesen Abend engagierte Fast Forward Theatre aus Marburg zum Zug. Martin Estors und Tom Gerritz, die etwa 120 Spontantheaterauftritte im Jahr spielen, spielten, inspiriert durch die Handlungsfelder und auch durch einzelne in der Interaktion mit den Anwesenden zugerufenen Stichworte sehr spontane Szenen, die die Inhalte der Ergebnisse des Dorfentwicklungskonzepts aufgriffen. Das war sehr erheiternd und gab der Veranstaltung trotz des thematisch recht trockenen Inhalts eine gewisse Frische und die Besucher:innen des Ergebnisforums verließen allesamt das Bürgerhaus mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Wie geht es weiter?
Das Büro UmbauStadt wird am 24. Februar einen Vorentwurf des IKEK vorlegen, der dann noch einmal eine Korrekturrunde dreht. Danach geht es in die Abstimmung mit der WI-Bank (Förderbank des Landes Hessen). Parallel dazu soll ein Beschluss über das IKEK vorbereitet werden. Dieser wird über den Magistrat in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, die am 8. Mai 2023 einen Beschluss über die Ergebnisse des durchgeführten Dorfentwicklungsprozesses fassen soll.
Ziel ist es, möglichst rasch in die Förderphase der Dorfentwicklung überzugehen. Dazu hat die Stadt Amöneburg im Haushalt 2023 bereits erste Gelder in den Haushalt eingestellt.
Es wird damit gerechnet, dass bis 2028 Projekte im Wert von insgesamt etwa 1,5 bis 2,0 Mio. Euro gefördert werden können. Es steht noch nicht fest., aber es wird erwartet, dass die Förderung des Landes rund 60 Prozent betragen wird.
Mit dem Ergebnisforum geht die Konzeptphase der Dorfentwicklung auf die Zielgerade. Ein Anlass dafür allen an den gewonnenen Ergebnissen beteiligten Personen danke zu sagen. Hier ist insbesondere die Steuerungsgruppe zu nennen, die aus Mitgliedern der Ortsbeiräte, des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sowie interessierten Bürger:innen besteht. Die Arbeit der Steuerungsgruppe ist indes nicht beendet. Auch für die Projektförderphase wird dieses Gremium benötigt.