Stadt Amöneburg saniert "Ostlandkreuz"

Stadt Amöneburg saniert "Ostlandkreuz" (Bild vergrößern)

An der Südseite vor der Mauer der Schlossruine, unmittelbar am Mauerrundweg steht das sogenannte "Ostlandkreuz". Bereits im Jahre 1947 trafen sich rund 4.000 Heimatvertriebene in Amöneburg zu ihrer ersten Wallfahrt. Überwiegend kamen die Wallfahrer aus Schlesien, Ostpreußen und dem Sudetenland.

Am 20. August 1950 wurde dann im Rahmen eines Folgetreffens im Gedenken an die Opfer der Vertreibung das sogenannte "Ostlandkreuz" feierlich eingeweiht. Rund 5.000 Heimatvertriebene waren an diesem Tag zum Teil mit Sonderzügen angereist. Im Rahmen der Einweihung wurde auch am Fuße des Kreuzes in einer feierlichen Zeremonie Heimaterde aus dem Ort Heidemühle an der böhmisch/bayrischen Grenze niedergelegt.

Das "Ostlandkreuz" ist ein Gedenk-, aber auch ein Friedenskreuz. Bis heute finden vor dem Kreuz jährlich im August, am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt, kleine Andachten zum Gedenken und für den Frieden statt.

Zwar werden heutzutage keine Vertriebenenwallfahrten mehr durchgeführt, aber als Mahnmal für die Gräuel des Krieges und der Vertreibung hat das Kreuz gerade aktuell einen sehr hohen ideellen Wert und sollte deshalb als historisches Denkmal für die heutige und die zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Um diesen Erhalt zu sichern, wurde das Kreuz von ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins 1300Amöneburg in 2021 mit einer Wetterschutzfarbe gestrichen. Bei diesen Arbeiten fiel jedoch auf, dass das Kreuz an einigen statisch wichtigen Stellen sanierungsbedürftig war. Ein hinzugezogener versierter Zimmermann stellte bei der Prüfung des Zustandes des Kreuzes dann fest, dass nicht das Kreuz in Gänze ersetzt aber grundlegend saniert werden muss. Er empfahl die Sanierung des Fußes des "Ostlandkreuzes" und die Anbringung einer schützenden Haltekonstruktion.

Nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 20. September 2021 und Einstellung der voraussichtlich erforderlichen Finanzierungsmittel im Haushalt 2022, war dann der Weg frei für die Umsetzung der für die Sanierung notwendigen Maßnahmen im Folgejahr. Ende 2022 konnten die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden, sodass das der Fortbestand des das "Ostlandkreuzes" auch für die kommende Generation gesichert ist.

Die Kosten beliefen sich auf ca. 5.000 €.