Die Trinkwasserversorgung ist weiterhin Investitionsschwerpunkt - jetzt stehen zwei Trinkwasserhochbehälter im Fokus

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Einen herrlichen Blick auf das Amöneburg Becken und den Basaltkegel hat man, wenn vor dem Roßdorfer Wald vom Trinkwasserhochbehälter Roßdorf ins Tal schaut.

Dieses Bauwerk ist ein zentrales Element der Trinkwasserversorgung für die Stadtteile Erfurtshausen und Mardorf, die Trinkwasser aus den beiden Tiefenbrunnen in Erfurtshausen und Roßdorf erhalten. Dieser weitgehend unterirdisch gebaute Wasserbehälter bedarf nun nach viele Jahren ohne nur geringem Investitionsbedarf der Sanierung.

Dazu hat die Stadtverwaltung das Ing.-Büro Dr. Grohmann aus Allendorf/Lumda mit der Planung beauftragt, das sich sehr gut auskennt mit der technischen Infrastruktur in der Stadt Amöneburg.
Aus der sich daraus ergebenden öffentlichen Ausschreibung hat sich nun ein Auftrag an die Fa. Aqua Concept im Wert von 356.000 € ergeben, der jetzt abgearbeitet werden soll. Erfreulich bei der Ausschreibung war, dass das günstigste Angebot unter den geschätzten Kosten gelegen hat.

Der Betonbehälter wird mit dieser Maßnahme für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt.
In der Kernstadt Amöneburg steht indes eine noch viel größere und auch viel auffälligere Maßnahme rund um das Thema Hochbehälter an, nämlich der komplette Neubau eines Trinkwasserhochbehälters.

 

Das Wasser für die Kernstadt liefert der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke aus Gießen über eine Fernleitung, die ab einem Übergabeschacht am Fuße des Berges die Zuständigkeit auf die Stadt überträgt. D.h. ab diesem Punkt ist die Stadt verantwortlich. Als Hochbehälter gibt es nur den alten Hochbehälter in der Schlossruine, der vor allem die Hochzone mit Trinkwasser versorgt, auf Grund der Topographie jedoch mit recht wenig Ruhedruck des Wassers.
Im Rahmen der weiteren Umsetzung des Großprojekts Ertüchtigung der Wasserversorgung für die Kernstadt steht nun die größte Einzelinvestitionsmaßnahme unter den Bauabschnitten an, der Neubau eines zusätzlichen Trinkwasserhochbehälters direkt neben der Straße Steinweg auf einer städtischen Freifläche oberhalb der Straße Haingasse.
Wegen der Nähe zum Naturschutzgebiet werden die Baumaßnahmen besonders baubiolohgisch begleitet und beginnt um den 01. Oktober.

Dann werden das Baufeld frei gemacht und die Erdarbeiten erledigt. Danach wird ein über 50 Meter langer Röhrenbehälter aus Spezialkunstoff mit Technikbauwerk mit Kränen abgeladen und mit Erde überdeckt und an die bereits vorbereiteten Rohrleitungen angeschlossen. Nach Einbau der kompletten Technik und weiteren Arbeiten am Pumpwerk in der Kesselgasse kann das später unscheinbar wirkende Bauwerk ans Netz gehen. Durch den Bau dieses zusätzlichen Hochbehälters wird es erstmalig möglich den alten Hochbehälter vom Netz zu nehmen z.B. um ihn einer Sanierungsmaßnahme zu unterziehen.

Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, wird sich die Betriebssicherheit der Trinkwasserversorgung für die Kernstadt, die auf Grund der großen Höhenunterschiede technisch sehr anspruchsvoll ist, stark verbessert haben, einschließlich der Löschwasserversorgung in der höher gelegenen Zone, weil sich die Druckverhältnisse stark verbessern werden.
Die Maßnahme wird von einem Konstrukt aus drei Firmen umgesetzt. Der Auftrag hat einen Wert von 955.000 Euro. Geplant ist eine Bauzeit von 118 Tagen und eine Fertigstellung direkt vor Weihnachten.

Im Rahmen der Baumaßnahme wird es zu Straßensperrungen der Straßen Steinweg und Haingasse kommen. Zudem wird der Parkplatz Tränkgasse als Baustelleinrichtung genutzt und steht zeitweise ganz oder nur eingeschränkt zum Parken zur Verfügung. Weitere Infos folgen.