Radweg R 6 wurde streckenweise saniert - Bauarbeiten behinderten Radfahrer:innen

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Erst am Dienstag nach Ostern konnten die Sanierungsarbeiten am Fernradweg R6 von der Ziegelhütte nach Kirchhain mit dem Auftragen und dem Einbau einer Feinschicht abgeschlossen werden. Deshalb profitierten die vielen Radfahrer:innen, die bei dem schönen Osterwetter zum Fahrrad gegriffen hatten noch nicht von der Maßnahme. Dementsprechend hagelte es auch reichlich Beschwerden. Da zeitweise auch die Baustellenschilder fehlten, hielten viele Nutzer die Baumaßnahme für abgeschlossen und wunderten sich über grobes Schottermaterial. 

Seit mehreren Jahren verwendet die Stadt Amöneburg sogenannten Felsenkies aus dem Odenwald, der eine Körnung von 0 bis 7mm hat und aus Granitstein hergestellt wird. Das Material ähnelt dem sog. Bessunger Kies, der auch gerne im Landschaftsbau eingesetzt wird. Das Material ergibt selbst mit einer dünn aufgetragenen Schicht einen festen und glatte Oberflächenbelag, der für das Radfahren jenseits von Asphaltwegen sehr gut geeignet ist. Optimale Ergebnisse werden erzielt, wenn der Einbau sozusagen "nass" erfolgt, oder es nach dem Einbau etwas regnet. 

Die Stadt Amöneburg lässt jedes Jahr ihrer Fahrradwege prüfen und die Oberflächen in Ordnung bringen. Da es sich zumeist um gemischtgenutzte Wege, die durch landwirtschaftlichen Verkehr und Wettereinflüsse stark beansprucht werden, ist die Wegeunterhaltung keine einfache Aufgabe; und die Radfahrer:innen, die gute Freizeitwege nutzen wollen, werden immer mehr, und sie werden auch anspruchsvoller. Sobald die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, sitzen sie im Sattel und fahren. Dabei waren kurz vorher oft noch winterliche Verhältnisse, die Wegebaumaßnahmen unmöglich gemacht haben. 

Wie dem auch sie, die Verantwortlichen Im Rathaus und Bauhof kümmern sich sehr gerne um die Wegeunterhaltung. Die Stadt Amöneburg bedient sich dabei zum Teil dem Wasserverband Ohm-Mitte, dem neben ihr selbst noch die Stadt Kirchhain angehört. Neben der Gewässerunterhaltung in Teilbereichen der Ohm in mehreren Gemarkungen übernimmt der Verband mit einem festangestellten Mitarbeiter und einem Bagger sowie einem Wegebauschlepper mit Anbaugeräten vielfältige Aufgaben für die beiden Kommunen. 

Aktuell verhandeln die Verwaltungsspitzen in Kirchhain und Amöneburg über eine Vergrößerung des Aufgabenbereichs des Verbands Ohm-Mitte. Ihr Ziel ist es noch mehr Qualität und Schnelligkeit in die Unterhaltungsmaßnahmen an Wegen und Gewässern im Verbandsgebiet zu bringen. Neben dem Problem, dass der Fernradweg R6 von der Ziegelhütte nach Kirchhain nicht asphaltiert ist, schlängelt er sich auch durch die Landschaft. Immer mehr Menschen nutzen heute aber das Rad für Alltagsverkehre und bevorzugen dabei schnelle Beläge und gerade Linienführungen, wie man es vom Pkw gewohnt ist. Deshalb ist die Nachricht erfreulich, dass das Land Hessen nun den Bau eines straßenbegleitenden Radwegs von Amöneburg nach Kirchhain in die Liste der dringlichen Projekte aufgenommen hat. Damit ist HessenMobil einem langjährigen Wunsch der Stadt nachgekommen. Die Stadt Amöneburg hat dem Land die Unterstützung bei der Planung und Realisierung angeboten. 

Mängel an Radwegen können Sie ganz einfach melden über die hessenweite Plattform: https://www.meldeplattform-radverkehr.de

 

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