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Verband baut sogenannten "Biovit-Reaktor" in der Kläranlage Roßdorf um und spart 125.000 Kilowattstunden Strom - Senkung der Gebühren zeichnet sich ab



Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg und sein Amtskollege Andreas Schulz aus der Gemeinde Ebsdorfergrund stellten gemeinsam und in ihrer Eigenschaft als Verbandsvorsteher und Stellvertreter des Abwasserverbandes Rauischholzhausen-Roßdorf, die umfangreiche Baumaßnahme an der Verbandskläranlage der Öffentlichkeit vor.
In Kürze wird eine umfangreiche Sanierung im Wert von etwa 350.000 € starten.
In den neunziger Jahren wurde die Kläranlage Roßdorf, die für die Abwasserreinigung der Orte Rauischholzhausen und Roßdorf zuständig ist, umfangreich erweitert und erneuert. In einem der ersten Bauabschnitte wurde Anfang der 90er Jahre der sog. 'Biovit-Reaktor' errichtet, der für biologische Anlagen dieser Kategorie eine Besonderheit darstellt. Der damalige Bürgermeister Ralf Biedermann und sein Ebsdorfergrund Amtskollege Ottmar Wiegand importierten diese Technologie aus Italien. Sie bietet den Vorteil, dass biologische Reinigung des Abwassers und Nachklärung in einem Behälter von Statten gehen.

Nach mehr als 20 Jahren war dieser robuste Stahlemaillebehälter, der sich vor allem von der Materialausstattung seines Innenlebens her als nicht sonderlich langlebig erwiesen hatte vorübergehend außer Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde die alte Kläranlage wieder in Betrieb genommen. Dies war möglich geworden, da es die Rauischholzhäuser Herzblattmolkerei nicht mehr gibt, für die der Umbau in den 90er Jahren eigentlich noch mitkonzipiert gewesen ist.
Aus diesem Provisorium wurde dann eine längerfristige Lösung, so dass bis heute der Oxidationsgraben der alten Kläranlage Roßdorf in Betrieb ist. Dies führt jedoch zu nicht unerheblichem Mehraufwand für das Betriebspersonal, das dem Verband von der Gemeinde Ebsdorfergrund gestellt wird, die seit vielen Jahren die technische und kaufmännische Betriebsführung abwickelt.

Im Rahmen einer vom Land Hessen bezuschussten Energieanalyse konnte ein Sanierungskonzept erstellt werden. Dieses wird nun umgesetzt. Mit Hilfe eines für diesen Bereich besonders qualifizierten Ing. Büros aus Darmstadt wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, das am Ende so ausgeklügelt ist, dass etwa ein Drittel des Stromverbrauchs in der Größenordnung von 125.000 KWH eingespart werden kann. Zusätzlich wird der Verband die Reinigungsleistung der Anlage verbessern können, was mit einem Bonus vom Land Hessen in der Weise gefördert wird, dass drei Jahre lang keine Abwasserabgabe zu zahlen ist. Dies führt zu einer Amortisationszeit der Investition von etwa 12 Jahren.

Die Haushaltsmittel werden vom Verband selbst und ganz ohne Schulden zur Verfügung gestellt, obwohl sich dieser Verband eigentlich nur über laufende Beiträge der beiden Mitgliedskommunen finanziert. Im Jahr 2017 werden sie einen einmaligen Investitionskostenzuschuss zahlen.

Verbandsvorsteher Michael Plettenberg konnte im Rahmen des Pressetermins zur Vorstellung der Baumaßnahme, die im Sommer abgeschlossen sein soll, für die Stadt Amöneburg noch vermelden, dass sich für das Jahr 2018 eine Reduzierung der Abwassergebühren für die Bürgerinnen und Bürger abzeichnet.

Gleichzeitig nahm er den Pressetermin zum Anlass sich bei seinem Vorstandskollegen, der Geschäftsführung und den Mitarbeitern Harald Bausch und Lars Debelius für die ihre hervorragende Arbeit zu bedanken.






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