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Enthüllung einer Gedenktafel in Roßdorf bezeugt historisches Bewusstsein und Deutsch-Französische Freundschaft



Im Rahmen einer Feierstunde wurde am vergangenen Mittwoch, dem 51. Jahrestag des Deutsch-Französischen Elysée-Vertrages, in Roßdorf eine Gedenktafel enthüllt.

Die zweisprachig gestaltete Tafel soll an französische Soldaten erinnern, die in der Schlacht an der Brücker Mühle im September 1762 verwundet worden waren und im Lazarett in Roßdorf verstorben sind. Historiker und Museumsleiter Dr. Alfred Schneider hatte vor Jahren die historische Quelle in alten Kirchenbüchern aufgetan, die den zu Grunde liegenden Sachverhalt exakt und den Platz der Bestattung der Verstorbenen genau beschreibt. Die verstorbenen feindlichen Soldaten wurden direkt vor der Kirchenmauer beerdigt. In dieser Zeit war zwischen der Straße um die Kirche und der Kirchhofsmauer noch ein Zwischenraum, der dafür geeignet war. Die Grabstelle ist heute mit einer Straße überbaut.

Auf Anfrage an die Kirchengemeinde Roßdorf erklärte diese sich spontan dazu bereit, die Anbringung einer Gedenktafel zu gestatten. Die Gedenktafel wurde von Dr. Alfred Schneider und Prof. Dr. Niklot Klüßendorf, beide aus Amöneburg gestaltet. Diese brachten sogar die Finanzierung mit, so dass die Stadt Amöneburg nur noch für die Anbringung sorgen musste.

In der Feierstunde bei der neben Pfarrer Günther Wondrak, Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, Ortsvorsteher Stephan Maus auch ein Professor der Pariser Sorbonne, Freunde des Projekts sowie Vertreter des Roßdorfer Tuoro-Clubs anwesend waren, wurde dem historischen Anlass gedacht. Dr. Schneider spann in seinem Kurzvortrag einen Bogen über die weltpolitische Lage Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Siebenjährigen Krieges, um dann direkt auf die direkten Auswirkungen in und um Amöneburg sowie die Folgen der historischen Schlacht vom September 1762 zu kommen. Prof. Dr. Klüssendorf hatte auf Grund seiner exzellenten Kontakte nach Frankreich die Anbringung der Gedenktafel auch an offizielle Stellen des französischen Staates vermeldet und für deren wohlwollende Begleitung gesorgt. Amöneburgs Bürgermeister Richter-Plettenberg betonte in seinem Grußwort, dass eine solche Gedenktafel an einer Stelle, die vor Jahren noch durch einen Holzstall , der mitten auf der Straße an der Kirchhofsmauer angelehnt war, eine wunderbare Möglichkeit sei, um aus der Geschichte zu lernen, und jungen Menschen in einem friedlichen Europa mit einer tiefen Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich eine Mahnung zu sein, den Frieden auch in Zukunft zu bewahren. Die Bestattung der feindlichen Soldaten an einem solchen Platz sei bereits im 18. Jahrhundert durchaus als "ein Akt der Menschlichkeit" in einem ansonsten unmenschlichen Krieg zu sehen.

Wir danken den Initiatoren und Sponsoren für die großartige Idee und deren Umsetzung
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