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Stadt Amöneburg
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Aldi-Erweiterung in Mardorf steht nun nichts mehr im Wege



Die Stadt Amöneburg teilt mit Freude mit, dass der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Mittelhessen in seiner Sitzung am 18. Dezember 2014 in Wettenberg dem Antrag der Stadt Amöneburg auf Abweichung vom Regionalplan stattgegeben hat. Damit steht der Erweiterung des Mardorfer Aldi-Marktes fast nichts mehr im Wege. Der Antrag wurde erforderlich, weil durch die Erweiterung um eine Fläche von gut 200 Quadratmetern zuzüglich diverser Umbauten formal die Schwelle zum großflächigen Einzelhandel überschritten wird.

Zeitgleich wurde das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans "Hinter der alten Linde" erfolgreich zum Abschluss gebracht. In seiner letzten Sitzung in 2015 brachte der Magistrat die entsprechenden Beschlussvorlagen auf den Weg, die am 13. Januar im Bauausschuss und am 19. Januar in der Stadtverordnetenversammlung beraten werden sollen.
Voraussetzung für die erforderlichen Beschlüsse ist jetzt nur noch, dass der Eigentümer des Marktes und Investor den mit der Stadt abzuschließenden Durchführungsvertrag noch bis zum 19. Januar unter Dach und Fach bringt. Dieser plant das Projekt bis Mitte 2015 baulich zu realisieren. Der diesbezügliche Bauantrag liegt bereits in der Landkreisverwaltung vor.

Mit dieser Investitionsmaßnahme wird der Lebensmittelstandort in Mardorf in seinem Bestand gesichert und ausgebaut. Der in 2006 eröffnete Markt soll dem neuen Marktkonzept von ALDI angepasst werden. Dabei geht es weniger darum mehr Produkte auf größerer Fläche, als das Produktangebot zeitgemäßer und attraktiver zu präsentieren. Dabei wird ein besonderer Blick auf die Bedürfnisse älterer Menschen gelegt.
Natürlich ist mit der Erweiterung des Mardorfer Aldi-Marktes auch vom Konzern ALDI eine Standortentscheidung getroffen worden. Deshalb hatte es im Verfahren auch Gegenwind aus der Nachbarschaft gegeben. Die Stadt Homberg/Ohm hatte zum Beispiel eine negative Stellungnahme abgebeben und diese durch einen Beschluss der dortigen Stadtverordnetenversammlung untermauert. Dies wohl auch vor dem Hintergrund, dass ALDI den Standort Homberg aufgegeben hatte.

Letztlich war jedoch die dezentrale Lebensmittelhandelsstruktur in Amöneburg mit ihren drei Märkten, die eine ideale Grundversorgung für die Bürgerschaft darstellt, Ausschlag gebender Punkt dafür, dass der Ausbau des Aldi-Marktes in Mardorf möglich gemacht wird.

Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg betont in diesem Zusammenhang, dass gerade ländliche Kommunen stets den Bestand an Lebensmittelmärkten im Auge haben und den Eigentümern stets unterstützend zur Seite zu stehen sollten, wenn diese die Standorte marktgerecht weiter entwickeln wollen. Nur durch Weiterentwicklung und Marktanpassung kann eine wohnortnahe Grundversorgung gesichert werden.

Hintergrund:

Die ALDI Immobilienverwaltung GmbH &Co. KG Herten hat der Stadt Amöneburg ihren Wunsch zur Vergrößerung des bereits seit acht Jahren im Siedlungs- und Einzelhandelsgefüge von Mardorf etablierten Marktes vorgetragen. Im Zuge der Vergrößerung soll der Markt an die moderne und zukunftsorientierte Märktekonzeption der Fa. ALDI angepasst werden.

Der Markt liegt unmittelbar am Ortsrand von Mardorf und ist aufgrund der direkten Anbindung an die "Homberger Straße" (L 3289) bei gleichzeitig noch guter fußläufiger Erreichbarkeit besonders gut als Nahversorgungsstandort geeignet.

Das Gelände liegt innerhalb des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Hinter
der alten Linde" (rechtskräftig seit dem 23.12.2005), welcher das Markt-Gelände entsprechend des Vorhabens inkl. der beabsichtigten Zulässigkeitsgrenzen festsetzt "Lebensmittelmarkt" mit einer Verkaufsfläche von max. 700 qm).

Geplant ist den bestehenden Markt, der derzeit über 791 qm Verkaufsfläche, 235 qm Lager und 58 qm Nebenräume verfügt um ca. 200 qm auf 990 qm Verkaufsflächen zu erweitern. Diese Maßnahme wird zur langfristigen Kundenbindung für erforderlich erachtet.

Dabei soll das vorhandene Sortiment kundenfreundlicher präsentiert werden (niedrigere Regale, breitere Gänge, räumliche Entzerrung der Waren). Durch die zeitgemäße Vergrößerung des ALDI-Marktes kann die örtliche Versorgung
weiterhin sichergestellt werden.

Mit der Vergrößerung der Verkaufsflächen wird jedoch die Schwelle zum "großflächigen Einzelhandel" überschritten. Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.11.2005 (BVerwG 4 C 10.04) wurde festgelegt, dass Einzelhandelsbetriebe großflächig sind, wenn sie eine Verkaufsfläche von 800 qm überschreiten."
Großflächige Einzelhandelsbetriebe sind zudem nach der sog. "Vermutungsregel" des § 11 Abs. 3 Baunutzungsverordnung (BauNVO) regelmäßig in Sondergebiete zu verweisen. Daher, und da das geplante Vorhaben die Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplans überschreitet, ist eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Amöneburg hat daher in ihrer Sitzung am 21.07.2014 gem. § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Hinter der alten Linde, 1. Änderung" im Stadtteil Mardorf beschlossen.






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