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Das Bekassinenloch - ein Paradies für Vögel und Wild - jetzt auch für eine Wasserbüffelherde


(von Stefanie Wellner)
Sie scharren nicht mit den Hufen, die Wasserbüffel, denn Sie haben Klauen!

Trotzdem ist es nicht mehr lange hin bis eine Herde Wasserbüffel den sogenannten "Ausgleichsflächenpool" namens Bekassinenloch im Grenzgebiet der Gemarkungen Amöneburg und Mardorf, angrenzend an die Ohm bevölkern werden. Auf einer sagenhaften Fläche von über 25 Hektar Land ist eine tolle Großkoppel entstanden, die die robuste Tiere zukünftig ganzjährig beherbergen wird. Ihre Anwesenheit ist zum einen Naturschutzpflegemaßnahme wie auch gleichzeitig praktizierte Landwirtschaft.

Das Bekassinenloch ist eine der Ausgleichsmaßnahmen, die für den Bau der Autobahn A 49, auf die man hier seit Langem wartet erforderlich sind. Gem. Baurechtsbeschluss sind viele Ausgleichsmaßnahmen bereits im Vorfeld des eigentlich Autobahnbaus herzustellen gewesen. Nach langen und schwierigen Verhandlungen haben alle Flächeneigentümer die erforderlichen Flächen der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt, die durch entsprechende Planungsbüros und Fachstellen die Maßnahme in Amöneburg realisiert hat. Zukünftig kann man direkt am PremiumWanderweg "AmanaburchTour" die Wasserbüffel bewundern, die mit sehr viel Nässe gar kein Problem haben - im Gegenteil erst dann sind sie in Ihrem Element.


Zunächst hatte der Bund geplant die Fläche mehr oder wenig sich selbst zu überlassen und nur durch mechanische Bearbeitung zu pflegen. Doch Naturschutzverbände und Behörden sowie die Stadt Amöneburg waren sich einig, dass man versuchen sollte eine ganzjährige Beweidung mit robustem Großvieh zu etablieren. Durch Vermittlung der Stadt sind nun die Wasserbüffelhalter und Nebenerwerbslandwirte Markus Rhiel und Mario Ebinger zum Zuge gekommen. Der Bund hat die Planung angepasst und die baulichen Voraussetzungen geschaffen.

Beide haben inzwischen jahrelange Erfahrungen mit Ihrer Herde im sogenannten "Arlle" in Roßdorf sammeln können. Um das neue Projekt umsetzen zu können haben Sie ihren Tierbestand entsprechend aufgestockt.

Kurz vor Beginn der Beweidung nun präsentiert sich das Gelände von seiner besten Seite als Paradies für Vögel, Kleintiere und Wild. Um eine möglichst große Vernässung der Fläche über längere Zeiträume hinzu bekommen, wurde der Lambornbach vor der Mündung in die Ohm über die offene Grünlandfläche mäandrierend umgeleitet. Dazu wurde in die bisherige Gewässerparzelle ein Staubauwerk eingebaut, dass den Wasserspiegel entsprechend reguliert. Aktuell kann man sehen, dass der völlig neu angelegte Gewässerverlauf sehr gut funktioniert und ausnivelliert ist, und der Abfluss des Wassers gut funktioniert. Für Wartungszwecke wurde eine Furt angelegt, die z.B. für die Stadt Amöneburg zum Ausführen von Unterhaltungsarbeiten an der Ohm wichtig ist, da durch neu entstandene Gewässerquerungen bestehende Wegeverbindungen gekappt worden sind.



Wir sagen von dieser Stelle den zukünftigen Bewohnern ein herzliches Willkommen!






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