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Die Stadt Amöneburg verabschiedet sich nach zehn Jahren vom Autofreien Sonntag im September


Dorffest beim Autofreien Sonntag in Roßdorf
Die Stadt Amöneburg verabschiedet sich nach zehn Jahren vom Autofreien Sonntag zwischen der Brücker Mühle und der Lahn in Fronhausen.

Zehn Jahre mit schönen Veranstaltungen bei meist recht ordentlichem Wetter, und das im Monat September. Doch die Entwicklung der letzten Jahre zeigte nicht nur Stagnation sondern Rückgang bei den Teilnehmerzahlen, zumindest auf dem Amöneburger Streckenteil.

Weitere sich verschlchternde organisatorische Rahmenbedingungen und gestiegene Kosten führten nun dazu, dass die Stadt Amöneburg gegenüber ihren Partnern ihren Rückzug erklärte.

Die Stadt Amöneburg will die frei werdenden Kapazitäten anderweitig nutzen.


Zu diesem Themenkomplex einige Fragen an Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg:

Frage: Ist es richtig, dass die Stadt Amöneburg am diesjährigen Autofreien Sonntag nicht teilnimmt?


Antwort: Ja das ist richtig. Der Magistrat hat hierzu kürzlich einen Beschluss gefasst und diesen den Gemeinden Fronhausen und Ebsdorfergrund sowie dem Landkreis Marburg-Biedenkopf mitgeteilt.

Frage: Wie ist diese Entscheidung zu Stande gekommen?

Antwort: Bereits im Herbst war im Magistrat die Frage aufgekommen, ob sich das Engagement zumindest für die Stadt Amöneburg noch lohnt. Angesichts stetig gestiegener Kosten und abnehmenden Teilnehmerzahlen hat sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis in den letzten Jahren negativ verändert. Nach Gesprächen mit den Ortsvorstehern von Roßdorf und Amöneburg sowie der Betreiber der Brücker Familie, gab es einen Konsens.

Frage: Gibt die Stadt Amöneburg dadurch nicht leichtfertig ein sehr gutes interkommunales Gemeinschaftsprojekt auf?


Antwort: Leichtfertig sicherlich nicht. Die Idee des Autofreien Sonntags, der 2004 ins Leben gerufen wurde, stammte aus der Gemeinde Ebsdorfergrund, die im Mittelpunkt gelegen, natürlich immer am meisten davon profitierte. Der Weg bis zur Brücker Mühle mit der damit verbundenen Steigung über den "Laushöbel" war von der Streckenführung noch nie optimal. Dennoch haben wir viele schöne Veranstaltungen erlebt, z.B. mit Dorffesten in Roßdorf mit Musik und Tanz und einer völlig überlaufenen Brücker Mühle wo z.B. die Dampfeisenbahn fuhr. Besonders geschätzt habe ich die Jahre als die Erfurtshäuser Vereine zwischen Roßdorf und Amöneburg einen Tag lang ihr Dorf dorthin verlegt haben. Das war ganz großartig. Das war natürlich mit einer großen Kraftanstrengung verbunden.
Was die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden angeht, hat sich da vieles eingeschliffen. Man hat in den letzten Jahren kaum noch darüber geredet und sich fast gar nicht mehr abgestimmt. Auch dadurch hat die Veranstaltung generell an Dynamik verloren und es fehlte aus unserer Sicht an der notwendigen Weiterentwicklung.

Frage: Lahntal Total ist bereits Geschichte, ist damit zu rechnen, dass der Autofreie Sonntag auf den Spuren des Handelsweges "Lange-Hessen" auch bald der Vergangenheit angehören wird?


Antwort: Das glaube ich nicht, denn insbesondere für Ebsdorfergrund wird es sich auch in Zukunft lohnen weiter zu machen. Durch den inzwischen vollständig realisierten "Lange-Hessen-Radweg" von der Lahn in Fronhausen bis zur Brücker Mühle in Amöneburg aber ist die Situation natürlich anders als noch vor zehn Jahren. Heute kann man jeden Tag diese Strecke bequem mit dem Fahrrad fahren, ohne große Straßen benutzen zu müssen. Sicherlich hat sich die Fahrradbewegung in dieser Zeit auch generell verändert.

Auch die Zeiten, als das Land Hessen Fahrradsonntag finanziell unterstützt hat, sind längst vorbei. Offensichtlich herrscht dort heute die Meinung vor, dass es sinnlos ist Steuergelder auszugeben, um aus Steuergeldern finanzierte Straßen für Autos zu sperren, für die sie eigentlich gebaut wurden.

Frage: Ist die Entscheidung endgültig und wie werden die frei gewordenen Ressourcen genutzt?

Antwort: Wir haben den Gemeinden Fronhausen und Ebsdorfergrund angeboten uns bei einem veränderten Veranstaltungskonzept eventuell in späteren Jahren wieder zu beteiligen.
Was die Ressourcen angeht stehe ich auf dem Standpunkt, dass man sein Tun immer hinterfragen muss, und man nicht immer alles weiter führen sollte, nur weil, es schon lange existiert und es niemand hinterfragt. Weiterentwicklung entsteht immer durch Veränderung. In diesem Jahr werden wir mit dem landkreisweiten Tag der Landwirtschaft am 29. Juni 2014 eine neue Großveranstaltung nach Amöneburg holen, die mit starken Partnern entwickelt werden soll und nach Möglichkeit Wiederholungen haben soll. Seit letztem Jahr haben wir die Schlossfestspiele, die sich im Aufbau befinden. Auch das Amöneburger KulturSpektakel entwickelt sich weiter und probiert neue Veranstaltungsformate aus. Das Programm für Auflage Nr. 7 wird am 20. März vorgestellt.

Am 21. September 2014 selbst, also dem Tag des Autofreien Sonntags in Fronhausen und Ebsdorfergrund wird es in Amöneburg eine andere Veranstaltung geben, nämlich den hessenweiten Tag des Geotops. Dies hat sich zufällig ergeben und hängt mit unserem Engagement im neuen Geopark Vulkanregion Vogelsberg zusammen. Dort bin ich Mitglied in einem fünfköpfigen Vorstand und ich kann sagen, dass wir vom Geoparkprojekt in den nächsten Jahren in Amöneburg noch viel hören werden. Da steckt ein großes Potenzial für die touristische Entwicklung drin.






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