Quick-Navigator:
Suche:


Stadt Amöneburg
Am Markt 1
35287 Amöneburg
Tel.: 0 64 22 / 92 95-0
E-Mail: Kontakt

Rufbereitschaft:
0174 / 92 07 200

Impressum
Datenschutz

Jetzt ist es endlich amtlich: Stadt Amöneburg kauft das Stromnetz!


Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Montag den 09. November geht ein mehr als fünfjähriger Entscheidungsprozess endlich zu Ende.

Begonnen hatte alles damit, dass der sogenannte Konzessionsvertrag mit dem damaligen Netzbetreiber EON-Mitte auslief und neu vergeben werden musste. Nach langen schwierigen Diskussionen entschied sich eine Mehrheit der Amöneburger Stadtverordneten gemeinsam mit neun anderen Kommunen die Stromkonzession an einen kommunalen Verbund mit den Stadtwerken Marburg zu vergeben.

Daraufhin wurde die Energie Marburg-Biedenkopf (EMB GmbH & CO. KG) gegründet, die das Netz kaufen und betrieben wollte.
Diese Gesellschaft hatte nun zunächst die schwierige Aufgabe den Übergang der Stromnetze von der EON-Mitte zu bewerkstelligen. Diese Verhandlungen waren eextrem schwierig, da man bei dem zu zahlenden Kaufpreisen extrem weit auseinander lag. Mangels einheitlicher Regeln des Gesetzgebers oder der Rechtsprechung wie in einem solchen Fall vorzugehen ist, kamen vor der Erwartungen jahrelanger und teurer Prozesse die Verhandlungen wieder ins Stocken. Damit hatte EON-Mitte Zeit gewonnen und konnte in dieser Zeit das Netz weiter ebtreiben und damit Geld verdienen.

Einen Impuls auf der EON Seite, der zu aktiveren Verhandlungen animierte, gab es dann dadurch, dass der EON-Konzern sein Tochterunternehmen EON-Mitte verkaufen sollte. Zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen als kommunale Miteigentümer, die ein vertragliches Vorkaufsrecht hatten, bissen an und machten in 2013 das Milliardengeschäft. Marburg-Biedenkopfs früherer Landrat Robert Fischbach fungierte als Verhandlungsführer für die kommunale Seite.

Im Ergebnis wurde danach aus EON-Mitte wieder in Anlhenung an den früheren Namen eine EAM, die seither mit Ihrem Tochterunternehmen Energienetz Mitte (ENM) die Stromsparte betreibt.
Mit dieser war es dann nach Zähem Ringen letztlich möglich einen Kompromiss in den offenen Konzessionsverhandlungen herbei zu führen.

Das Modell sieht so aus, dass die Energie-Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit der ENM eine Netzeigentumsgesellschaft gründet und den Betrieb des Netzes an die ENM verpachtet. Durch die Pachterlöse werden die Fremdkapitalmittel für den Kaufpreis abgesichert. Durch das Modell sicht sich die EM den laufenden Betrieb, so dass sich am Wartungspersonal auch nach netzübergang nichts ändern wird.

Im Ergebnis bekommt die Stadt Amöneburg neben der Konzessionsabgabe wie bisher zusätzlich eine Bürgschaftsprovision. Der Clou ist aber, dass sie ohne Einsatz von eigenem Kapital über die Zeit und über die Eigentumsgesellschaft EMB einen Anteil an deren Stromnetz erwirbt, der dem Wert des Stromnetzes der Stadt Amöneburg entsprechen wird und damit Vermögen aufbaut, und Mitsparcherechte erwirbt.

Das Modell belastet den städtischen Haushalt nicht.

Derzeit sind alle betroffenen EMB-Kommunen damit befasst die erforderlichen Beschlüsse zu fassen. Das Modell soll rückwirkend zum 01. Januar 2015 in Kraft treten.






Stadt Amöneburg
Am Markt 1 | 35287 Amöneburg | Tel.: 0 64 22 / 92 95-0 | Stadtverwaltung@amoeneburg.de
  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung