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Stadt Amöneburg
Am Markt 1
35287 Amöneburg
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MEILENSTEN: Das ATMEN-Projekt der Stadt Amöneburg kommt voran - Genehmigung zur Änderung der Rekultivierung liegt vor


Das ATMEN-Logo
Im Juli 2014 hatten die Amöneburger Stadtverordneten den Beschluss gefasst, den als Kreiserddeponie genutzten ehemaligen Steinbruch in Amöneburg vorzeitig an die Stadt Amöneburg als Eigentümerin der Fläche zurück zu holen, mit dem Ziel eine touristische Nutzung vorzubereiten. Für die noch offenen Rekultivierungsverpflichtungen hatte die Stadt einen Entschädigungszahlung von rund 110.000 € erhalten. Der größte Teil dieser Einmalzahlung wird seither in eine Rücklage verwahrt. Kurze Zeit später hat die Stadt Amöneburg den Betrieb übernommen und seitdem die weitere Verfüllung und Rekultivierung betrieben.

Parallel dazu ist das sogenannte ATMEN-Projekt entstanden. ATMEN steht dabei für Amöneburg-Tourismus-Mobilität-Erneuerbare Energie und Natur. Die etwa 6,5 Hektar große Gesamtfläche, die in städtischem Eigentum steht, soll nach ihrer vollständigen Rekultivierung für touristische Zwecke zur Verfügung stehen, und dadurch die Entwicklung des Ausflugsorts Amöneburg in dieser Richtung beflügeln.

In Kooperation mit dem Marburger Geologen Folke Diederich (GfM Systems) wurde eine geänderte Rekultivierungsplanung entwickelt für die es eine abfallrechtliche Genehmigung des Regierungspräsidiums Gießen zu erlangen galt. Dazu wurden umfangreiche Antragsunterlagen erstellt, die Mitte Oktober 2015 beim Regierungspräsidium in Gießen eingereicht wurden. Das Regierungspräsidium tat sich dabei von Anfang an mit dem Projekt schwer, da die abfallrechtliche Genehmigung wichtige Grundlagen für die spätere Bebauung schafft, ohne sie selbst zulassen zu dürfen. Vor diesem Hintergrund ist die nunmehr ergangene Genehmigung tatsächlich etwas Besonderes.


Grafik: Bebauungsplanentwurf - Stand 09,2016
Mit Bescheid vom 30. November 2016 hat das Regierungspräsidium in Gießen nunmehr der vorgelegten Planung zugestimmt. Damit wurde ein Meilenstein für das Projekt erreicht. Nachdem im Sommer 2016 das alte Rekultivierungsziel mengenmäßig bereits erreicht worden war, musste der Deponiebetrieb leider unterbrochen werden, da eine Vorabgenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für Anlagen im Betrieb leider rechtlich nicht möglich ist.

180.000 m³ Material werden im nächsten Jahr angeliefert und verbaut

Jetzt, nach Erhalt des Genehmigungsbescheides rollen sie wieder die blauen LKW's der Fa. Schuster, die unbelasteten Erdaushub in großen Stil anliefert. Im kommenden Jahr sollen bis zu 180.000 Kubikmeter an Material fachmännisch auf der Fläche eingebaut werden. Hierbei kann sich die Stadt Amöneburg auf ihren Vertragspartner Erdbau Kais aus Florstadt verlassen, die das Material technisch einwandfrei nach den Wünschen der Stadt einbauen wird. Dabei sieht die neue Rekultivierungsplanung vor, dass auf dem Gelände unterschiedliche Terrassen entstehen, die später für verschiedene Zwecke touristisch nutzbar sind. So kann rund um eine neu zu schaffende Wasserfläche eine Ferienhaussiedlung entstehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit ein Informationszentrum für Naturschutz, Geologie und Vulkanismus sowie eine zentrale Gastronomie ins Leben zu rufen. Weiterhin soll eine Parkfläche zur Entlastung der Altstadt in den Sommermonaten sowie Wohnmobilstellplätze mit herrlichem Fernblick geschaffen werden. Ein weiteres Herzstück ist eine großzügige Aktionsfläche, die in der Landschaft fast unsichtbar von einem Ringwall umgeben wird. Diese Fläche eignet sich für größere OpenAir-Veranstaltungen. Sie wäre aber auch für die Bebauung mit einer Eventhalle geeignet.
Für alle spätere Nutzungen soll das Thema Natur und Energie eine wichtige Rolle spielen.

Nach den Vorstellungen der Amöneburger Kommunalpolitik sollen die späteren Nutzungen mit privatem Geld finanziert werden. Deshalb sucht die Stadt Amöneburg Investoren und Betreiber für die einzelnen Bausteine des Konzepts. So werden aktuell z.B. Gespräche mit einem niederländischen Unternehmen geführt, das sich nach einer Ortsbesichtigung sehr für den Standort interessiert.


Bild: Das Kammmolchbotop wird optimiert und gegen Versickerung mit einer Tonschicht abgedichtet
Die Eignung des Standortes Amöneburg und auch des ehemaligen Steinbruchs Amöneburg hatte die Stadt Amöneburg im Vorfeld der Entscheidung das Gelände vorzeitig zu übernehmen durch ein renommiertes Büro aus Köln in einem Gutachten ermitteln lassen. Mit der nunmehr vorliegenden Genehmigung ist das ATMEN-Projekt zwar noch nicht "in trockenen Tüchern", jedoch ist diese Genehmigung nicht nur der Startschuss für die Herstellung der sogenannten neuen "Kubatur", sondern auch eine klare Vorentscheidung der übergeordneten Behörden zu Gunsten des Projekts.

Zielabweichungsantrag kommt im Januar


Im September 2016 hatten sich die Stadtverordneten mit deutlicher Mehrheit für eine Variante eines Bebauungsplans entschieden, der nun in das offizielle Verfahren gegeben wird. Das Bauleitplanungsbüro Fischer aus Linden hat die Genehmigung vom 30. November bereits ausgewertet und wird als ersten Schritt im Januar des nächsten Jahres einen Antrag bei der Regionalversammlung Mittelhessen auf Abweichung von den Zielen des Regionalplans vorlegen. Auch dafür hatten die Stadtverordneten im September den Weg frei gemacht. Dieses Verfahren wird von seiner Dauer mit nur ca. drei Monaten kalkuliert, so dass damit gerechnet werden kann, dass alle bauplanungsrechtlichen Fragestellungen bis Ende 2017 geklärt sein werden. Bis dahin wird auch die Verfüllung durch die Fa. Erdbau Kais voraussichtlich abgeschlossen sein.

Nach Erlangung Bauplanungsrecht verbessert sich die städtische Bilanz deutlich


Spätestens dann wird das städtische Grundstück einen enormen Wertzugewinn verzeichnen können, der zu einer Wertkorrektur nach oben die betriebswirtschaftliche Bilanz der Stadt Amöneburg deutlich verbessern wird. Und spätestens ab diesem Zeitpunkt wird das Projekt für Investoren so richtig interessant werden.

Das ATMEN-Projekt ist in jedem Fall ein finanzieller Gewinn für die Stadtkasse und stützt den Haushalt 2017 sehr

"Bereits jetzt steht fest, dass die Stadt Amöneburg in keinem Fall drauf zahlen wird, da sie auf verschiedenen Ebenen auch finanziell profitiert" sagt Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg. Unabhängig von der Möglichkeit das Grundstück in Teilen oder ganz an einen Investor für gutes Geld verkaufen zu können, wird sie in jedem Fall einen satten Überschuss in der Stadtkasse zurück behalten. Allein im Haushalt für das kommende Jahr ist der höchste Jahresüberschuss von rund 187.000 € eingeplant.

Dabei beträgt der Gesamtüberschuss des Haushaltes 2017 etwa 100.000 €, so dass klar festgestellt werden kann, dass ohne das Projekt deutlich weniger Maßnahmen z.B. in der vorwiegend von den Ortsbeiräten angemeldeten Straßenunterhaltungsmaßnahmen hätten gemacht werden können.
Die am Projekt Beteiligten werden auch im kommenden Jahr eine Menge Arbeit zu erledigen haben, um sowohl das Planungsrecht zu erlangen, die Rekultivierung nach den Auflagen aus der immerhin 30seitigen Genehmigung vom 30. November sauber hinzubekommen, und sich dabei gleichzeitig noch um die Investoren zu kümmern.
Gemeinsam ist Ihnen dabei das Ziel etwas für die Entwicklung der Stadt Amöneburg zu tun, um Wirtschaftskraft in die Stadt Amöneburg zu holen, Arbeitsplätze zu schaffen, Steuereinnahmen zu generieren und Infrastruktur ausbauen zu können.

Architekten der Universität Kassel haben in zwei Projekten Architekturideen konkretisiert

Die Universität Kassel hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Amöneburg im Fachbereich Architektur zwei Projekte durchgeführt. Dabei ging es zum einen um architektonische Lösungen für den touristischen Baustein "Informationszentrum" und bei einem zweiten Projekt um die sog. "Lodges" (das sind moderne und eher kleinere Ferienhausanlagen). Herausgekommen sind sehr interessante Ansätze, die Lust darauf machen hier etwas in diese Richtung zu entwickeln. Dabei hatte die Universität Kassel große Freude an dem einzigartigen Standort in Amöneburg. Auf der Homepage der Stadt Amöneburg werden dazu Bildergalerien von den jeweiligen Präsentationen veröffentlicht.

Der Naturschutz wird GROß geschrieben

Der Naturschutz wird im ATMEN-Projekt groß geschrieben. Im Rahmen der Rekultivierungsplanung wurden umfangreiche naturschutzfachliche Ausgleichskonzepte erstellt. Der naturschutzrechtliche Ausgleich für diese Genehmigung kann vollständig auf dem vorhandenen Gelände geleistet werden. Erst für das spätere Bauplanungsrecht ist ein externer Ausgleich erforderlich; hierfür steht ein umfangreicher Ausgleichsflächenpool zur Verfügung.
Mehr als zwei Hektar der Steinbruchfläche sollen vor ständigem Publikumsverkehr gesichert werden. Da diese Flächen bereits hergestellt sind soll in 2017 eine Einzäunung dieser Teilfläche und Beweidung mit Ziegen und Schafen erfolgen. Dafür konnte der Beweider des Naturschutzprojektes an der Wenigenburg gewonnen werden. Die Beweidung ist auch Pflegemaßnahme für die Ersatzbiotope für den Kammmolch und die Zauneidechse. Das Projekt erhält insgesamt eine biologische Baubegleitung. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich im Projektgebiet schon sehr bald neue Arten ansiedeln werden.


Das ATMEN-Projekt als Broschüre und als Film

Für die Gewerbeimmobilienmesse EXPO Real in München wurde eigens eine Imagebroschüre und ein Video erstellt. Beides kann im Rathaus angefordert werden. Und natürlich gibt es das ATMEN-Projekt auch bei Facebook. Wir hoffen dort demnächst wieder häufiger Neuigkeiten präsentieren zu können.

Erdbau Kais kann man wegen Anfragen zur Anlieferung kontaktieren

Die Fa. Erdbau Kais nimmt in erster Linie laborttechnisches geprüftes Material von Großbaustellen an. Kleinere Liefermengen sind jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Dies erfolgt nach tel. Absprache und nur nach Bedarf. Interessierte können sich bei der Fa. Erdbau Kais melden unter: 01717776744. Spontane Anlieferungen sind grds. nicht möglich, da die Fa. Kais keine festen Öffnungszeiten garantiert.

Eine Vielzahl von Partnern und Verantwortlichkeiten sind notwendig

Um das Projekt nach vorne zu bringen ist eine Vielzahl von Verantwortlichkeiten zu vergeben. Hier nur ein erster Ausschnitt:
  •  Betriebsleiter: Michael Plettenberg, Stadt Amöneburg
  •  Bauoberleitung: Folke Diederich, GfM Systems
  •  Bauleitung: Peter Heider, Stadt Amöneburg
  •  Ausführungsplanungen: Folke Diederich, GfM RealES
  •  Erdbaumanagement: Volker Kais, Erdbau Kais
  •  Geologische Annahme: Gert Hippenstiel
  •  Bauleitplanung: Matthias Wolf, Planungsbüro Fischer
  •  Vermessung : Jörg Matthes, Vermessungsbüro Matthes
  •  Biologische Begleitung: Dr. René Christen, PlanÖ
  •  FID-Messungen: Wasteconsult, Göttingen
  •  Wasserproben: Wartig, Marburg
  •  Fremdüberwachung: Andreas Look, GeoLook
  •  Vermarktung : Michael Plettenberg, Stadt Amöneburg
  • Folke Diederich, GfM S






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