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Neues Schild zeigt die Landkreisgrenze an



Zu einem Pressetermin der besonderen Art trafen sich letzte Woche Hombergs Bürgermeisterin Claudia Blum und ihr Amöneburger Amtskollege Michael Plettenberg direkt an der Kreisgrenze zwischen den Gemarkungen Erfurtshausen und Haarhausen.
Initiiert hatte diesen Termin der pensionierte und sehr geschichtsinteressierte Pfarrer Wilhelm Gerlach, der in Erfurtshausen lebt (Foto links).
Vor Jahren hatte er die Idee direkt an der Landesstraße den Autofahrern anzuzeigen, dass sie in einen anderen Landkreis fahren. Das damals selbst gefertigte Schuld war nun in die Jahre gekommen. So ließ Pfarrer Gerlach das Schild kurzer Hand auf eigene Kosten neu und professionell bauen. Zu Hilfe nahm er dazu eine Schilderfirma aus Rauischholzhausen und den Schmied aus Erfurtshausen, der ihm den Stahlrahmen schweißte und verzinkte.

Dieses hübsche und stabile Schild weist nun auf die Grenze der Gemarkungen Erfurtshausen und Haarhausen hin, die zugleich auch Gemeinde- und Landkreisgrenze ist, und früher sogar einen Landesgrenze zwischen den mainzischen und den darmstädtischen Gebieten darstellt.
Während es in Bayern üblich ist, dass ähnlich wie an Autobahnen die Bundesländer für sich werben und dort auch Landkreisgrenzen angezeigt werden, ist das in Hessen nicht üblich.
Das Schild soll dabei aus Sicht des Stifters jedoch keineswegs das "Trennende", sondern vielmehr das "Verbindende" beider Seiten betonen.

Zur Erläuterung nahm er eine Anekdote aus den Jahren 1905/1906 zur Hilfe. Damals hatte es wegen der von den Erfurtshäuser geforderten Schaffung eines Schwesternhauses im Dorf einen Aufruhr gegeben, bei dem sich die Menschen aus dem Dorf gegen die Obrigkeit auflehnten und mit List, Tücke und auch Sabotage versuchten ihre Ziele durchzusetzen. Zur Strafe verhängte der zuständige Landrat für das kommende Jahr ein Kirmesverbot. Und listig wie die Erfurtshäuser nun mal sind gingen sie auf die direkt an der Gemarkungsgrenze liegende Wiese des Haarhäuser Gastwirtes, der ihnen erlaubt hatte dort ihre Kirmes zu feiern. Die herbei gerufenen Polizisten mussten an der Kreisgrenze halten und konnten so die Feier nicht stoppen.

Auch sonst sind die Beziehungen zwischen Amöneburg und Homberg seit jeher gut und die Amöneburger fahren stets gerne nach Homberg zum Einkaufen. Die Bürgermeisterin und den Bürgermeister freute das Engagement von Herrn Gerlach sehr und sie betonten übereinstimmend, dass beide Kommunen sehr an einer guten Zusammenarbeit interessiert seien. Aktuell gebe es konkrete Projekte im Bereich des Tourismus.
Bitte denken Sie nicht, dass das Schild schiefaufgestellt wurde. Durch ein Missgeschick bei der Terminabsprache war das Schild am Pressetermin noch nicht fertig montiert, sondern wurde für das Foto von Frau Blum und Herrn Plettenberg nur gehalten, schief eben.






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