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Stadt Amöneburg
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Stadt Amöneburg übernimmt die ehemalige Kreiserddeponie Amöneburg in ihren Betrieb


Dr. Peter Zulauf und Volker Kais bei der Unterweisung
Nachdem das Regierungspräsidium nun endlich alle Formalitäten im Zusammenhang mit dem Betreiberwechsel geklärt und am Montag den 27. Oktober die Zustimmung zum Betreiberwechsel auf die Stadt Amöneburg erteilt hatte, fand am 31.10.2014 nicht nur die offizielle Übergabe vom bisherigeren Betreiber ALF, sondern auch gleich die Einweisung und Übergabe an den Kooperationspartner der Stadt Amöneburg, Firma Erdbau Kais, statt.

Das Bild zeigt Herrn Dr. Peter Zulauf, der in einer Übergangszeit als Betriebsbeauftragter für Abfall für die Stadt Amöneburg tätig ist, bei der Einweisung von Herrn Volker Kais (rechts), mit dem eine Kooperationsvereinbarung geschlossen wurde. Herr Kais ist Inhaber eines Erdbauunternehmens in der Wetterau und wird im kommenden Jahr zusätzlich zu den allgemeinen Anlieferungen durch regionale Firmen und Private ca. 60.000 Kubikmeter geeignetes Erdmaterial anliefern und einbauen.

Die Deponie wird in Kürze auch für die öffentliche Anlieferung wieder geöffnet werden. Diesbezügliche Detailgespräche finden aktuell statt. Weitere Informationen dazu demnächst hier.

Die Stadt Amöneburg strebt eine Änderung der Rekultivierungsplanung des Geländes an, um nach ihrer vollständigen Verfüllung die etwa sechs Hektar große herrlich gelegene Fläche sinnvoll mit Kooperationspartner nutzen zu können. Dazu wurde nach Erstellung eines Tourismusgutachtens das Projekt ATMEN aus der Taufe gehoben, das für Tourismus, E-Mobilität, Erneuerbare Energien und Natur in Amöneburg steht.
 


Amöneburg entwickelt neue Optionen für eine gedeihliche Zukunft als Kommune im ländlichen Raum. Dabei möchte sie auch ihr touristisches Potenzial stärker in Szene setzen. Traditionell bietet der Standort Amöneburg mit seinem außergewöhnlichen Naturschutzgebiet und seinem spektakulären Landschaftsbild eine hervorragende Ausgangslage zum Ausbau des sanften Tourismus, und ist zugleich im "Marburger Land", dem "Touristik-Service Marburger Land" und dem "Geopark Vulkanregion Vogelsberg" tourismusorganisatorisch sehr gut regional vernetzt.

Was liegt näher, als diesen Schwerpunkt auszubauen?

A = Amöneburg
T = Tourismus
M = Mobilität
E = Energie, erneuerbare
N = Natur


Eine eigens für ein noch ausdifferenzierteres Tourismusprofil an ein renommiertes Institut in Auftrag gegebene Studie hat erste Ergebnisse erbracht: Diese bestätigt, dass sehr günstige Voraussetzungen bestehen den "Berg" als attraktives Ziel noch stärker in Wert zu setzen (auch Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen bei entsprechenden Angeboten als Zielgruppe in Betracht). Andererseits wurde festgestellt, dass es der Stadt noch an zusätzlichen Besonderheiten und Strukturvoraussetzungen wie ausreichenden Übernachtungskapazitäten fehlt, um dieses Besucher-Potential auch wirklich für sich nutzen zu können.

Die Tourismusplaner hatten sich dabei auch mit dem ehemaligen Steinbruchgelände auf halber Höhe zur Altstadt und direkt unterhalb des Naturschutzgebiets, das spätestens nach Ende der Deponienutzung an die Stadt zurückgegeben werden muss, zu befassen. Die Stadt Amöneburg möchte diese Fläche als ihr Tourismuskapital einsetzen. Ihre Empfehlung: das Areal unter anderem wegen seiner (verkehrs)günstigen Lage in jedem Falle mit einer neuen Nutzung zu einem zentralen Element zur Förderung des Tourismus zu machen.

Unter Einbeziehung eines für Deponie-Nachnutzungen ausgewiesenen Fachbüros aus Marburg (GFM) wurden bereits Vorarbeiten geleistet, die darauf abzielen eine touristische Folgenutzung planungs- und genehmigungsrechtlich vorzubereiten.
Auf Grundlage der bereits gewonnen Ergebnisse, und des internen Dialogs mit Fach- und Genehmigungsbehörden, Fraktionsvertretern sowie Tourismusakteuren, wurden inhaltliche Schwerpunkte diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit vorgeprüft. Dabei kristallisiert sich heraus, dass ein aus mehreren Elementen bestehendes Nutzungskonzept mit den Themen Kultur-, Natur-, und Technikerlebnis, das größte Spektrum an Geschäftsmodellen ermöglicht. Klug kombinierte Nutzungen bieten Flexibilität im Hinblick auf zukünftige Marktentwicklungen (somit auch optimale Sicherheit für Investoren). Dieser Aspekt wird noch dadurch gesteigert, dass das Konzept sowohl auf städtische als auf Entwicklungsziele des ländlichen Raums ausgerichtet ist.

Ziel ist es, mit der angestrebten Folgenutzung, das Profil der Stadt Amöneburg zu schärfen und damit ihre Außenwirkung zu erhöhen. Sie soll als Initialzündung für die mittel- bis langfristige Entwicklung der Stadt insgesamt wirken.

Nach Möglichkeit sollen mehrere Nutzungen unter "einem Dach", das dann noch ein in die Landschaft eingefügtes Energiedach ist, zusammen geführt werden.

Das Gesamtprojekt soll energieautark sein. Als Energiequellen sind Photovoltaik und Windkraft aus Kleinanlagen ohne störende Rotoren im Gespräch, die mit Speichertechnologien wie Lithium-Ionen-Speichern- und Druckluftspeicher-Modulen sowie natürlichen Wärmespeichern kombiniert werden sollen. Auch Geothermie und Wasserkraft sollen im Idealfall eine Rolle spielen, so dass ein breites Spektrum an erneuerbaren Energien in naturnaher Umgebung genützt wird, das dem Besucher auch sinnlich erlebbar gemacht werden soll.

Zugleich werden die rechtlichen Rahmenbedingungen voll ausgenutzt, um einen kostengünstigen und preisstabilen Betrieb ermöglichen. Dies wird das Vorhaben im touristischen Wettbewerbsumfeld auch wirtschaftlich attraktiv machen.
Ein möglicher Überschuss an gewonnener Energie soll dazu verwendet werden, den Transfer von Besuchern von den Parkflächen in die Altstadt zu gewährleisten, die dadurch positiv belebt wird, ohne dass Nachteile aus dem Zuwachs an Besuchern durch PKW-Emissionen oder zusätzliche Verkehre entstehen. Ein weiterer Anteil soll über Ladestationen an Elektromobile abgegeben werden. Elektromobilität ist überhaupt ein wichtiger Baustein des Konzepts.

Die Stadt Amöneburg hat als einen ersten Schritt das Gelände des ehemaligen Steinbruchs, das lange Jahre an den Landkreis als Kreiserddeponie genutzt wurde, an sich zurück übertragen lassen. Sodann soll ein konkretes Nutzungskonzept erstellt und dafür die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Sodann soll das Projekt mit privaten und öffentlichen Investoren umgesetzt werden.

Alles in allem ein ehrgeiziges Zukunftsprojekt, dass sicherlich noch lange beschäftigen wird.








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