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Stadt Amöneburg
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35287 Amöneburg
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Stadtverordnetenversammlung will Stadt in die Dorferneuerung bringen


Einstimmig beschloss die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 06. Februar die Bewerbung der Stadt Amöneburg mit allen Stadtteilen für das Dorferneuerungsprogramm in Hessen.
Zuletzt war der Stadteil Erfurtshausen im Jahr 2010 als Förderschwerpunkt der Dorferneuerung aufgenommen worden. Das dortige Verfahren endet demnächst. Die letzten Förderanträge, auch im öffentlichen Bereich, müssen beim Landkreis, der das Verfahren betreut, bis September 2017 eingereicht sein.

Deshalb ist es in diesem Jahr erstmalig möglich, dass sich die Stadt nach dem neuen Anerkennungsverfahren für die Dorferneuerung bewirbt. Diese sieht vor, das nur ganze Gemeinden in den Genuß der Dorfereuerungszuschüsse kommen sollen. Zwar teilen sich die Gelder für den öffentlichen Bereich dann auf, die Privatmaßnahmen sind aber überall möglich. Diesen Effekt hatte das Land bei der Umstellung etwas vernachlässigt, so dass die Zuschüsse insgesamt aufgestockt werden mussten, da die Zahl der Privatmanahmen gestiegen ist.

Ob eine Aufnahme in das Programm in diesem Jahr erfolgen kann, entscheidet sich je nachdem welche weiteren Kommunen sich aus dem Landkreis noch bewerben werden, und welche Prioritäten die WI-Bank als beauftragte Förderbank des Land Hessen setzen wird. Fakt ist, dass nur eine Kommune aus dem Landkreis eine Anerkennung erhalten wird.

Die Stadt Amöneburg hat mit dem Instrument der Dorferneuerung in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Nach den Förderschwerpunkten Roßdorf und Mardorf befindet sich derzeit der Förderschwerpunkt Erfurtshausen in der Abschlussphase.
Im Falle einer Anerkennung soll zukünftig ein Schwerpunkt des Dorfentwicklungsprozesses auf ortsteilübergreifend wirkende Maßnahmen und Projekten gelegt werden. Vor diesem Hintergrund wird die Erstellung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes mit einem Leitbild sehr begrüßt.

Ein wesentliches Ziel der Kommunalpolitik in der Stadt Amöneburg ist es bestehende Strukturen zu sichern, Infrastrukturbestandteile bedarfsgerecht auszubauen und zu modernisieren. Dabei kommt dem Bereich der sozialen Infrastruktur eine wachsende Bedeutung zu. Dies auch vor den Auswirkungen des demographischen Wandels, der älter werdenden Bevölkerung, den sich verändernden Bedingungen in der Arbeitswelt, in den Familien und im Bereich der Mobilität und der Nahversorgung.

Ziel ist es Lebensqualität für möglichst alle Menschen in unserer Gemeinde zu sichern, um auch in Zukunft ein lebenswertes und qualitätsvolles und lebendiges Wohnumfeld bieten zu können.
Das mit der Dorferneuerung verbundene Instrument des Integrierten Handlungskonzeptes soll auch dafür genutzt werden, um eine verstäkte Profilbildung für die Stadt Amöneburg zu betreiben und strategische Ziele zu vereinbaren, die in Form eines oder mehrerer Leitbilder Maßstab für das politische Handeln und Entscheiden für die nächsten zehn Jahre und ggf. darüber hinaus sein sollen.


Aus der Erfahrung der in Amöneburg politisch Verantwortlichen heraus wird die Dorfentwicklung als dynamischer Prozess, der jenseits von formalen Fristen und Rahmenbedingungen eine Initialzündung darstellt gesehen, der eigendynamische Prozesse und Kräfte aktiviert und bündelt, die dazu in der Lage sind die gesellschaftlichen Verhältnisse dauerhaft zu verändern.

Dabei darf die politische Gemeinde auf die Mithilfe und Unterstützung der Bürgerschaft der Stadt vertrauen, die auf vielfältige Weise ihre Bereitschaft zeigt sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, um über den privaten Kontext hinaus für die Gemeinschaft einen Beitrag zu leisten.

Bei allem Guten und Schönen was wir hier in der Stadt Amöneburg vorweisen können, erhofft man sich durch den dadurch angestoßenen bürgerschaftlichen Prozess auch bestehende Strukturschwächen wirksam beseitigen zu können.
Die Stadt Amöneburg achtet seit jeher auf ausgeglichene Haushalte, die Spielräume dafür geben wie mit der Dorfentwicklung aktiv und gestalterisch Akzente gesetzt werden können.

So hat die Stadt Amöneburg als erste Kommune im Landkreis eine eigene Förderrichtlinie zur Förderung der Altortslagen im Jahr 2006 aufgelegt, die zum 01. Januar 2017 novelliert wurde. Sie legt ihren Schwerpunkt auf Beratung von Eigentümern und potenziellen Nutzern von Altimmobilien mit dem Ziel diese von Leerstand bedrohten oder bereits betroffenen Gebäude mit neuen Nutzungsideen und vorgeprüften Konzepten marktfähig zu machen.

Folgende gesellschaftliche Entwicklungen haben sich beispielhaft in den letzten Jahren ergeben, die wir als eine gute Ausgangsbedingung der einen erfolgreichen Dorferneuerungsprozes ansehen:
  • Initiierung einer Bürgerhilfe Stadt Amöneburg als hessenwewites Modellprojekt zur Schaffung von Strukturen zur Bereitstellung von Hilfebedarfen mit dem Ziel hilfebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
  • Einrichtung eines ehrenamtlich betriebenen von der Stadt getragenen Bürgerbussystems
  • Barrierefreier Aus- und Umbau on öffentlichen Einrichtungen und Abschluss bereits mehrerer Trägervereinbarungen mit Vereinen und Gruppen, mit dem Ziel öffentliche Treffpunkte zu schaffen, die dicht bei den Menschen sind und deren Türen möglichst oft offen stehen.
  • Initiierung von zwei Energiegenossenschaften, die bereits zwei Nahwärmenetze betreiben; zuletzt haben wir in diesem Bereich eine weitere Initiative ergriffen, indem die Stadt die Finanzierung von weiteren Machbarkeitsstudien in Aussicht gestellt hat.
  • Das ATMEN-Projekt rund um den ehemaligen Steinbruch in Amöneburg das helfen soll die touristischen Potenziale der Stadt Amöneburg durch Erweiterung der Angebotsstrukturen zum Wohle der einheimischen Bevölkerung noch besser zu nutzen.
  • Integration von Menschen mit Fluchterfahrung durch eine institutionenübergreifende und ehrenamtlich geprägte Flüchtlingsbetreuung
  • Gründung eines Bürgervereins
Die Stadt Amöneburg ist mit ihrer historischen und einzigartigen Kulturlandschaft sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Tourismus von Bedeutung. Es besteht der Wille sich im touristischen Bereich besser zu positionieren und die Angebotsstrukturen zu verbessern. Kleine Maßnahmen sind dabei z.B. die Einrichtung von Premium-Wanderwegen, von Geotouren in Kooperation mit dem Geopark Vulkanregion Vogelsberg und die Etablierung von Kulturveranstaltungen wie die Amöneburger Schlossfestspiele oder das KulturSpektakel das von 2008 bis 2015 stattgefunden hat. Auch hier soll angesetzt werden und es soll durch kluge Infrastrukturmaßnahmen dazu beigetragen werden, dass Maßnahmen der ländlichen Kulturförderung dazu beitragen die Orte lebendig zu erhalten und Wirtschaftskraft zu generieren.

Alles in Allem sehen die Stadtverordneten in einem möglichen Dorfentwicklungsprozess für alle Stadtteile der Stadt Amöneburg und für die Stadt insgesamt eine große Chance für die Zukunft.







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