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Stadt Amöneburg
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Runder Tisch zum Thema Windkraft nimmt seine Arbeit auf



Angesichts der zunehmenden Ablehnung des weiteren Ausbaus von Windkraftanlagen im Wald südlich von Mardorf im Privatwald der Mardorfer Waldinteressenten hat die Amöneburger Stadtverordnetenversammlung in ihrer letzten Sitzung am 06. Februar die Einrichtung eines sog. Runden Tischs beschlossen.

Schon am nächsten Tag wurden die Beteiligten angeschrieben um zu einem konkreten Vorschlag Stellung zu nehmen bzw. dem vorgeschlagenen Verfahrensweg zuzustimmen.

Zwar haben die Parteien gegenüber der Stadtverwaltung noch nicht schriftlich zugesagt, jedoch haben sich am Sonntag den 19. Februar 2017 sowohl die Mardorfer Waldinteressenten als auch die Bürgerinitiative "Es reicht" gegenüber der Oberhessischen Presse geäußert, dass Sie mitmachen werden.

Damit kann zu entsprechenden Terminen eingeladen werden. Losgehen soll es am Aschermittwoch mit den Vorgesprächen der beteiligten Gruppen. In Einzelterminen kann jede Interessengruppe mit den Moderatoren des Runden Tischs ihre Interessenlage erörtern. Die gewonnenen Informationen sollen dann einfließen in die weitere Arbeit.

In einem zweiten Schritt wird der eigentliche Runde Tisch ins Leben gerufen, der auf mehrere Termine angelegt ist. Der Termin für die erste Veranstaltung liegt jetzt mit dem Datum 14. März um 19.00 Uhr fest. Als Tagungsort wird das Bürgerhaus Mardorf genutzt. Dabei tagt der Runde Tisch natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Welche Informationen nach den einzelnen Sitzungen an die Öffentlichkeit gehen entscheiden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Runden Tisch selbst.

Die Zusammensetzung des Runden Tischs soll wie folgt aussehen:

 5 ständige Vertreter der Bürgerinitiative (mit persönlicher Vertretungsmöglichkeit)
 3 ständige Vertreter der Mardorfer Waldinteressenten (mit persönlicher Vertretungsmöglichkeit) sowie bis 2 Vertreter des von den Mardorfer Waldinteressenten ausgewählten Windkraftprojektierers
 Vertreter CDU- Fraktion (Vertretung möglich)
 Vertreter SPD-Fraktion (Vertretung möglich)
 Vertreter FWG-Fraktion (Vertretung möglich
 Vorsitzender Haupt- und Finanzausschuss (persönlich)
 Vorsitzender Ausschuss für Bauen und Tourismus (persönlich)
 Stadtverordnetenvorsteher (persönlich)
 Bürgermeister (Vertretung durch Ersten Stadtrat möglich)
 Protokollant (Vorschlag: Mitarbeiter der Stadtverwaltung)

Das Bürgerforum Energieland Hessen bietet für genau den Fall der jetzt entstanden ist eine professionelle Konfliktberatung und Mediation an. Die Hessen-Agentur hat nach einer Ausschreibung für Mittelhessen Bereich das Büro IFOK in Bensheim beauftragt. Beide Institutionen haben sich bereit erklärt den Runden Tisch zu moderieren.

Dabei legen sie übereinstimmend Wert darauf, dass sie sehr ergebnisoffen an die Angelegenheit heran gehen. Das entspricht auch dem Wunsch der Landesregierung, die natürlich einerseits den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern möchte, andererseits aber keinesfalls den sozialen Frieden vor Ort in den Kommunen gefährdet sehen möchte. Die entspricht auch dem Interesse der Stadt Amöneburg.

Natürlich sollte man die Macht des Runden Tischs nicht größer reden als sie ist, jedoch auch nicht kleiner. Wenn sich alle Beteiligten kooperativ und konstruktiv verhalten kann er einiges erreichen.

Hintergrund: Nachdem viele die Windkraftplanungen im Mardorfer Wald für ad acta gelegt hielten, weil nicht alle Eigentümer dafür waren, hat eine Änderung der Satzung der Mardorfer Waldinteressenten die Sache wieder akut werden lassen. Eine beachtliche Zahl von Menschen fürchtet negative Auswirkungen von näher heran rückenden neuen Windkraftanlagen im Wald.

Der vom Regierungspräsidium Gießen aufgestellte Teilregionalplan Energie Mittelhessen weist in die Gemarkung Roßdorf und Mardorf umfangreiche Windvorranggebiete aus. Eine Vorprüfung hatte ergeben, dass auf diesen Flächen ausreichend Wind vorhanden ist und mögliche Konflikte auf der Ebene der konkreten Genehmigung gelöst werden können.






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