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Startschuss für Aktion "Ein Smiley für die Verkehrssicherheit" - Stadt Amöneburg Gemeinden ein kostenloses "Dialog-Display"erhält als eine von 48 Hessische Städte und Gemeinden


Den richtigen Riecher hatte Bürgermeister Michael Plettenberg als auf eine Schreiben des Verkehrsministeriums an alle hessische Kommunen im April sofort reagierte und eine Bewerbung abgab. Die gemeinsame Initiative des landes, des ADAC und der Hessischen Verkehrswacht kündigten die verlosung von sog. "Dialog-Displays" an. Da die Stadt Amönbeurg seit Kurzem bereits zwei sehr ähnliche Geschwindigkeitstafeln verfügt, von denen eine einen festen Satbdort am Ortsreingang von Roßdorf ergalten hat, war klar, wie sinvoll diese Anlagen sind.

Mit einem lachenden oder grimmigen Smiley werden Autofahrer künftig vor zahlreichen Kitas, Schulen oder Altenheimen darauf hingewiesen, ob sie zu schnell oder angemessen unterwegs sind.

"Fast 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten ereignen sich innerhalb von Ortschaften. Und sehr oft liegt das an zu hoher Geschwindigkeit. Noch immer viel zu häufig sind Radfahrer, Fußgänger und kleine Kinder als Unfallopfer bei solchen innerörtlichen Unfällen betroffen", so Hessens Verkehrsminister Tarek Al Wazir. "Dialog-Displays sind eine einfache Möglichkeit, um Straßen sicherer zu machen, weil sie den Autofahrern eine direkte und sehr schnell zu erfassende Rückmeldung über ihre Geschwindigkeit geben."
In dieser ersten Runde der Verkehrssicherheits-Aktion erhalten 48 Kommunen moderne Dialog-Displays. Die Kosten von insgesamt 75.000 Euro werden vom hessischen Verkehrsministerium und dem ADAC Hessen-Thüringen übernommen. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützen die Kommunen insbesondere bei der Auswahl des besten Standorts im Ort.
Die Dialog-Displays messen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit eines Verkehrsteilnehmers. Die Anzeige erfolgt anhand eines "Lob- und Tadel-Prinzips". Wird die zulässige Geschwindigkeit nicht eingehalten, erfolgt zwar keine Ahndung durch die Polizei, aber eine direkte Rückmeldung mit einem roten Smiley. "Die Wirksamkeit von Dialog-Displays ist wissenschaftlich belegt", so Al-Wazir. "Wir wissen aus einer Studie von Unfallforschern, dass durch den Einsatz von Dialog-Displays die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen beispielsweise vor Schulen und Kindergärten dauerhaft um rund 50 Prozent gesenkt werden kann."

Jürgen Lachner, Vorstandsmitglied für Verkehr, Umwelt und Technik des ADAC Hessen-Thüringen, betonte den großen Effekt, den diese Dialog-Displays auf die Autofahrer haben. "Wir unterstützen den Einsatz von Dialog-Displays in Hessen sehr gern, denn der Smiley führt beim Verkehrsteilnehmer oft zu einer als Herausforderung verstandenen Reaktion, die ihm oder ihr scheinbar einen emotionalen Anreiz bietet, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Wir freuen uns - zusammen mit den 48 Kommunen - auf möglichst viele 'lachende Gesichter' und ein großes Plus an Verkehrssicherheit."

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen: "Selbst wenn wir durch die Dialog-Displays nur einen einzigen Unfall vor einer Schule verhindern, hat sich der Einsatz schon gelohnt." Die Dialog-Displays seien ein weiterer wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. "Unser Spektrum ist sehr vielseitig: Wir schulen Erzieherinnen und Erzieher, wir unterstützen Grundschulen bei der Radfahrausbildung und wir plakatieren regelmäßig mit unseren Bündnispartnern die Aktion 'Sicher unterwegs in Hessen'. Dieses große Engagement der Landesverkehrswacht wird durch die finanziellen Zuwendungen des Landes Hessen unterstützt", so Ruppelt. Im Jahr 2017 belief sich die Förderung durch das Land auf ca. 90.000 Euro.

"Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere vor Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen zu erhöhen. Vor diesen Orten können seit einer Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung vor einem halben Jahr auch Tempo 30 Beschränkungen auf Hauptverkehrsstraßen einfacherer eingerichtet werden", so Al-Wazir. Für die Änderung hatte sich insbesondere das Land Hessen im Bundesrat eingesetzt.

Die Stadt Amöneburg plant das neue und für sie kostenlose Dialog-Display im abschüssigen Steinweg in Amöneburg auf der Höhe des Kindergartens zu montieren.






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