Amöneburg

Die Geschichte Amöneburgs reicht weit zurück. Schon im 6. Jahrtausend v. Chr. finden sich erste Siedlungsspuren. Später bauten die Kelten im 3. Jh. v. Chr. den Berg an der „Amana“ (d.h. Ohm) zur befestigten „Amanaburg“ aus. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 721, als Bonifatius von der fränkischen Bergfeste „Amanaburch“ aus sein Missionswerk begann und hier sein erstes Kloster gründete. Anfang des 12. Jahrhunderts gelangten „Ameneburg“ und weitere Orte des Umlandes an die Mainzer Bischöfe, welche die Bergstadt zu einer bedeutenden Festung ausbauten. Trotz kriegerischer Zerstörungen in den folgenden Jahrhunderten haben sich bedeutende Zeugnisse aus der langen Vergangenheit erhalten; weitere sind wieder ausgegraben und rekonstruiert worden – so Teile der Schlossruine und der Wenigenburg. Bestechend ist vor allem der landschaftliche Reiz des zweitältesten hessischen Naturschutzgebietes um das Bergmassiv.

 

Museum und Naturschutz-Informationszentrum (NIZA) vermitteln in fundierter Darstellung zusätzliche Hinweise zur Geschichte und Landschaft.

 

Neben der Bergstadt selbst ist auch ein Besuch der zugehörigen Stadtteile lohnend. So ist Erfurtshausen vielfach Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in die angrenzenden Waldbereiche und von dort aus zu dem Aussichtspunkt „Rondinchen“, der an der Straße zwischen Homberg (Ohm) und Deckenbach liegt. Von dort aus hat man einen herrlichen Rundblick ins Ohmtal und zur Amöneburg. Die Kirche wurde 1851 im klassizistischen Stil errichtet.

 

Das einst mit Wall und Graben befestigte Mardorf weist einen weit sichtbaren Wehrturm mit sehenswerten Wandmalereien zur Hl. Elisabeth auf. Er ist um 1400 entstanden. Hieran wurde 1715 ein barockes Gotteshaus gebaut.


Sehenswert sind schließlich die Barockkirchen in Rüdigheim
(um 1750 erbaut) sowie die mit bedeutenden Stuckornamenten
ausgestattete Kirche in Roßdorf, die Anfang des 18. Jahrhun-
derts entstand und grundlegend restauriert seit dem 24.06.2024
in neuem Glanz erstrahlt.


Ebenso sind die zahlreichen Fachwerkbauten in allen Stadtteilen hervorzuheben. Und die können wahrlich Geschichten erzählen. Getreu dem Motto „Amöneburger Häuser erzählen“ befinden sich an 13 Häuser in der Kernstadt und 13 Häuser in den Stadteilen sog. QR-Codes, die Sie mit dem Smartphone einscannen können. Sogleich fängt das Gebäude an zu erzählen und gibt einen Blick in seine Geschichte und seine Geschichten preis. Nähere Informationen
erhalten Sie auf der Homepage www.amoeneburger-haeuser.de.
 

Hier finden Sie auch Karten, aus denen die Standorte der erzählen-
den Häuser hervorgehen.