Rüdigheim
Der Amöneburger Stadtteil Rüdigheim liegt dicht an der Ohm an der Landesstraße 3073, die den Ort nach Kirchhain und nach Homberg (Ohm) anbindet. Bestimmendes Element des Dorfkerns ist die von 1748 bis 1752 errichtete Barockkirche St. Antonius der Einsiedler mit stilvollem Deckenstuck und Gemälden. Der Kreuzwarthügel mit seinem Magerrasen am Ortsrand bietet wundervolle Ausblicke auf Amöneburg und die Mardorfer Kuppe sowie ins Ohmtal. Der in 2006 durch einen Blitz zerstörte jahrhundertealte Bildstock auf dem Warthügel wurde nach seinem alten Vorbild erneuert.
Rüdigheim liegt an dem überregionalen Hessischen Radfernweg R6, der das Waldecker Land mit dem Rheintal auf einer Gesamtstrecke von 375 km verbindet und seit 2009 mitten durch den Ort führt. Der Verschönerungsverein, der unter anderem eine Grillhütte betreibt, hat eigens zwei Rastplätze am Radweg mit den Namen „Kuckucksruh“ und „Eselsblick“ eingerichtet und pflegt diese liebevoll.
In Rüdigheim gibt es eine Bücherei, die vom Borromäusverein getragen und ehrenamtlich betrieben wird.
Während größere Veranstaltungen und Dorffeste meist am Schützenhaus und Festplatz durchgeführt werden, wird das Gemeinschaftshaus „Treffpunkt“ für die Zukunft des Rüdigheimer Dorflebens immer wichtiger. Dieses zentral gelegene Veran staltungsgebäude, in dem auch die Feuerwehr beheimatet ist, wurde von 2014 bis 2016 in umfangreicher Eigenleistung erweitert und barrierefrei umgebaut sowie energetisch saniert. Dort wurden mit Hilfe der Kirchengemeinde, die die Trägerschaft und Verwaltung des Bürgerhausteils übernommen hat, noch mehr Begegnungsmöglichkeiten, gerade für Seniorinnen und Senioren, geschaffen. Hierzu gehören regelmäßige offene Treffpunkte sowie der Mittagstisch, der einfester Termin für viele ältere Menschen im Ort geworden ist.