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Amöneburg hat einen neuen Hochbehälter für die Wasserversorgung

Amöneburg hat einen neuen Hochbehälter für die Wasserversorgung (Bild vergrößern)

Mit dem Baubeginn im Oktober 2022 wurde mit den Baufeldvorbereitungsarbeiten eine der größten Baustellen der letzten Jahre in Amöneburg in Angriff genommen und eine nicht alltägliche Installation wurde in die Wege geleitet. Mit einer Investition in Höhe von rd.1,14 Millionen Euro Baukosten wurde das Wasserversorgungsnetz der Stadt am Berg mit dem Bau eines neuen Wasserversorgungshochbehälters einen weiteren Schritt auf den neuesten Stand gebracht.

Auf Youtube kann man sich mit folgendem Link https://youtu.be/3At5OSdGBrc die Errichtung des Behälters in einem Zeitraffer-Video ansehen.

Damit verfolgt die Stadt den im Jahr 2016 begonnen Sanierungskurs am gesamten Wasserversorgungsnetz in der Kernstadt konsequent weiter. Aufgrund der großen Differenzen vom Fuß des Berges bis zur Spitze wird hier ein Netz über drei Druckzonen und somit in einem Höhenunterschied von über160m betrieben. Da die einzelnen Netzabschnitte in Verbindung stehen, jedoch der Druck in den einzelnen Zonen nicht zu sehr schwanken darf, wurde eine akribische Planung des Netzes sowie der einzelnen Bauabschnitte vorgenommen worden. Nach verschiedenen Vorbereitungsarbeiten im Leitungsnetz wurde zuletzt unter anderem die Pumpstation in der Kesselgasse umgebaut und die Pumpen aus den 60er Jahren erneuert.

Im Zuge der Maßnahme wurden auch archäologische Untersuchung im gesamten Baufeld durchgeführt, die vom Landesamt für Denkmalpflege ausgeführt wurden. Es wurden verschiedene Funde aus der Eisenzeit entdeckt, dokumentiert und archiviert. Die Arbeiten konnten trotz der Untersuchungen weitestgehend weitergeführt werden.

Als Hauptteil der Bauarbeiten wurden zwei große Kunststoffröhren (27 m) durch Spezialtransporte an­ geliefert und als Wasserspeicher mit einem Gesamtvolumen von 350 Kubikmetern verbaut. Auch die mittig vorgesehene Armaturenkammer wurde aus Kunststoff gefertigt und nahezu vollständig mit den Schiebern, den Wasserzählern, der Elektrik und den Zugängen zu den Speichern vormontiert auf die Baustelle geliefert.

Nach Einbau der Behälter in der dafür vorgesehenen Fläche oberhalb der Haingasse wurden die Arbeiten zur Verfüllung der Röhren und dem Herrichten der Außenanlagen ausgeführt. Die feuchten und kalten Wintermonate führten zeitweise zu Verzögerungen, da der vorhandene Boden aus den vorherigen Aushubarbeiten konsistenz- und wetterbedingt nicht eingebaut werden konnte. Die technische Anlage wurde im April 2023 in Betrieb genommen, während die Außenarbeiten wie Zaun, Mauer und Pflaster noch weitergeführt wurden. Die Anlage ist jetzt seit Ende Mai vollständig hergestellt und in vollem Betrieb.

Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser wird damit weiter erhöht und verbessert. Mit der Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters können in den nächsten Haushaltsjahren die Arbeiten mit der Sanierung des alten Behälters an der Burg und verschiedenen weiteren Leitungserneuerungen und Neubauten begonnen werden und zum Ziel des Sanierungskonzeptes der Wasserversorgung der Kernstadt Amöneburg gebracht werden.

 

Hochbehälter

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