Am Donnerstag, 29. September fand im Bürgerhaus Mardorf um 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema "sichere Wasserversorgung im Klimawandel - Herausforderungen der kommunalen Wasserversorgung" statt. Als Referent zu diesem immer stärker beachteten Themas konnte Herr Professor Doktor Peter Chifflard von der Universität Marburg, Fachbereich Geographie - Boden- und Hydrographie, gewonnen werden.
Der von vielen erst in einigen Jahrzenten befürchtete Klimawandel ist bereits jetzt keine ferne Zukunft mehr und seine Auswirkungen bereits heute vielerorts spürbar. Die Sommer werden trockener, die Winter feuchter und milder. Die Zunahme von Extremereignissen wie Starkregen oder Dürreperioden ist zu erwarten. Diese Veränderungen stellen bereits jetzt immer mehr Kommunen in der Wasserversorgung vor große Herausforderungen, die neu sind und wofür es oftmals keine einfachen, pauschalen Lösungen gibt.

Dabei sind die Herausforderungen für die Kommunen vielschichtig. Zum einen bestehen immer noch Unsicherheiten in den Klimaprognosen, was sich unmittelbar auf die Frage der Grundwasserneubildung und folglich auf die Wasserverfügbarkeit auswirkt. Zum anderen bestehen Unklarheiten, wie sich der Wasserverbrauch der Bevölkerung bei veränderten klimatischen Bedingungen ändern wird und wie die kommunale Trinkwasserversorgung derzeit darauf eingestellt ist beziehungsweise darauf reagieren soll, damit die Versorgung mit Trinkwasser auch weiterhin sichergestellt werden kann.
Der Vortrag ging daher genau auf diese Fragen ein und beleuchtete diese mit Fokus auf die Stadt Amöneburg. Ausgehend von einem Überblick zum regionalen Klimawandel und seinen Folgen wurden die damit verbundenen Gefahren und Risiken aufgezeigt. Durch die Auswertung vorhandener lokaler Daten wurde außerdem versucht, daraus resultierende Fragen zur zukünftigen Wasserverfügbarkeit und zur Wassernutzung zu klären. Die dabei erörterten denkbaren Möglichkeiten sollen auch dazu beitragen, die Stadt Amöneburg in die Lage zu versetzen, mit geeigneten Maßnahmen in den Bereichen Wasserspeicherung, Wassernutzung und Wasserverfügbarkeit auf die sich ändernden Rahmenbedingungen vorbereitet zu sein. Mögliche dafür verfügbare Förderungsmöglichkeiten sollen dabei helfen, diese Maßnahmen bestmöglich umsetzen zu können.
