Die Vorstellung der Machbarkeitsstudie durch Herrn Brand, Fa. G.U.T., liegt nun auch schon fast wieder ein dreiviertel Jahr zurück, aber die Nahwärmeinitiative ist in dieser Zeit nicht untätig geblieben. Anfang des Jahres haben wir damit begonnen, die Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie zu bewerten und auf unseren Ort abzustimmen.
Gleichzeitig wurde das Team erweitert, umgestellt und auf die Gründung der Genossenschaft vorbereitet. Nach mehreren Treffen, Diskussionen und Bewertung der momentanen wirtschaftlichen Lage hat sich der Entschluss gefestigt, uns von den herkömmlichen Energieträgern zu lösen und unabhängiger zu werden. Interessant werden dadurch die Varianten 2 und 3 (Großwärmespeicher) aus der Machbarkeitsstudie. Um weitere Informationen zu bekommen haben wir mehrere Energiedörfer besucht. In Bergheim konnten wir uns eine Anlage mit Holzhackschnitzel und angeschlossenem Solarthermiefeld (Röhrenkollektoren), in Erfurtshausen eine Holzhackschnitzelanlage in Verbindung mit einer Biogasanlage und in Mengsberg eine Holzhackschnitzelanlage mit Solarthermiefeld (Plattenkollektoren) anschauen.
Unser favorisiertes Projekt Großwärmespeicher/Ganzjahresspeicher in Verbindung mit einem Solarthermiefeld ist relativ neu in Deutschland und noch nicht so verbreitet. Hier haben wir jetzt einen Partner gefunden mit dem wir uns vorstellen können das Projekt zu realisieren. Die Fa. Cupasol GmbH aus Ravensburg garantiert uns dabei sogar eine Wärmeversorgung zu 100% aus Sonnenwärme. Eine Absichtserklärung mit dieser Firma wurde auf den Weg gebracht. Momentan bereiten wir die Gründung der Genossenschaft vor. Diese soll in zwei Schritten erfolgen. In einer ersten Veranstaltung stellt die Fa. Cupasol GmbH das Projekt mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung und den Fördermöglichkeiten vor. In einer zweiten Veranstaltung soll dann die Genossenschaft gegründet und der Aufsichtsrat gewählt werden. Die Veranstaltungen sollen zeitnah bis zum Ende des Sommers stattfinden. Wer Interesse hat in der Genossenschaft mitzuarbeiten kann sich gerne bei Alfred Riehl melden.
Die Nahwärmeinitiativgruppe Rüdigheim