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Veranstaltungs-Ticker

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Altenhilfekonzept - Gemeinsam für mehr Begegnung und Teilhabe

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Unter dem Motto "Gut leben und alt werden in Amöneburg und Ortsteilen" hat die Stadt Amöneburg am vergangenen Samstag die Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines Altenhilfekonzeptes veranstaltet. 

In der Roßdorfer Mehrzweckhalle fanden sich Menschen allen Alters ein, um sich die Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung anzuhören, welche Anfang des Jahres den Projektstart eingeläutet hat. Über den Tag hinweg verschafften sich die Teilnehmenden auf dem kleinen "Ehrenamts-Markplatz" einen Überblick, welche ehrenamtlichen Initiativen es im Stadtgebiet gibt. So warben das Bürgerbus-Team um neue Fahrer und ermunterten dazu, das Angebot einmal ganz unverbindlich zu testen. Die Mittagstische Roßdorf, Mardorf und Rüdigheim präsentierten sich direkt neben der Bürgerhilfe Amöneburg, die besonders auf ein bevorstehendes Event für pflegende Angehörige aufmerksam machte. Aber auch der Seniorenbeirat präsentierte sich mit seinen zahlreichen Errungenschaften für Senioren im Stadtgebiet seit seiner Gründung. Vorsitzende Hildegard Kräling erklärte, dass sich die Mitglieder des Seniorenrates während der Phase des Altenhilfekonzeptes ganz besonders über Gäste freuen, die interessiert sind in die seniorenpolitische Arbeit hineinzuschnuppern. Mit der Überschrift "Der Seniorenbeirat am Runden Tisch" ist jede*r ab 60 Jahren, auch ohne jegliche Erfahrung, herzlich eingeladen für die eigenen Bedürfnisse und Anliegen einzustehen.

Aber auch direkt vor Ort wurden am Nachmittag die Weichen für die Zukunft gestellt. In der Zukunftswerkstatt konnten die Teilnehmenden an Thementischen diskutieren und Ideen entwickeln. Der Fokus war auf Begegnung und Teilhabe gerichtet. Wie können sorgende Nachbarschaften entstehen? Was braucht es, um wieder aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen? Wo wollen wir uns begegnen und wie können alle Generationen involviert werden? Und letztlich wie können alle BürgerInnen auf dem Laufenden bleiben und Wege finden, sich in der Gestaltung neuer und alter Strukturen einzubringen?


Auf diese Fragen haben die TeilnehmerInnen erstaunliche Antworten gefunden. Wie auch schon in der Befragung hat sich gezeigt, wie kreativ aber auch pragmatisch die BürgerInnen an die alltäglichen Herausforderungen im Stadtgebiet heran gehen. Am Ende war klar: Ja, es gibt schon sehr viele Angebote in Amöneburg, aber nicht Alle kennen sie und nicht Alle nutzen sie. Das soll sich ändern.

Begegnungsorte und Teilhabeangebote sollen mit den BürgerInnen gemeinsam entwickelt und gestaltet werden - und das möglichst über konkret themenbezogene Anlässe und Arbeitsgruppen. Die richtige Unterstützung und Förderung an der richtigen Stelle unter Einbezug der Ortsbeiräte und Vereine war ein großes Anliegen. Eine feste Ansprechperson, die Angebote, Vereine, Gremien und vor Allem Bedürfnisse sammelt und koordiniert wurde gefordert. Der Wunsch nach Transparenz und Information scheint zudem groß, wobei die älteren TeilnehmerInnen vor allem auf die dafür notwendige digitale Teilhabeunterstützung hinwiesen. Es sei nicht so leicht, Hilfe anzunehmen. Man schiebe das Altwerden, den Titel "Senior" so lange weg und dann stellt man plötzlich fest, was alles nicht mehr geht oder worüber man sich keine Gedanken gemacht hat.


Selbstbewusst mit Vorsorge und Selbstsorge älter werden - das soll in Amöneburg und allen Ortsteilen möglich sein. Ein tolles Auftaktergebnis für ein lebendiges Altenhilfekonzept für die aktuelle und die kommenden Generationen.

Die Stadt Amöneburg bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden. Interessierten stehen stets Tür und Tor offen, sich zu melden und mitzuarbeiten. Es folgen zudem noch weitere Veranstaltungen unter dem Motto "Gut leben und alt werden in Amöneburg und Ortsteilen".

Die Teilnehmenden konnten durch ihr Votum bestimmen, wer die Spende über 1010 Euro erhält, welche durch das Hinterlegen von jeweils 2 Euro für jeden abgegebenen Fragebogen zustande gekommen ist. Die Mehrheit hat sich für die Bürgerhilfe ausgesprochen, den zweiten Rang belegte eine Ruhebank. Damit keine Idee verloren geht, möchte die Bürgerhilfe für eine Ruhebank sorgen.

Die spannenden Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden hier auf der Homepage der Stadt Amöneburg in der Rubrik Leben in Amöneburg / Altenhilfekonzept veröffentlicht.

Die Ansprechpartner:innen:
Marco Puchowski, Leiter des Amtes für Ordnung, Soziales und Nachbarschaftsangelegenheiten im Rathaus
Tel.: 06422/929518
Mail: m.puchowski@amoeneburg.de

Elena Zarges, Projektleiterin
Mail: elena.zarges@web.de